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Prince Royal 1610 – Der Bau Teil2

2010. augusztus 23. hétfő Nincsenek hozzászólások

Die obere Beplankung

Bevor ich hier mit dem Bericht des Baues weiterfahre, noch einege Gedanken zur obere Beplankung.

Ich habe einen ungarischen Kollegen, dessen Meinung von der doppelten Beplankung ist, dass sie nur für Anfänger geeignet wäre, einerseits, weil sie leichter zu bauen ist, anderseits die wahre Profis immer nur eine Beplankung aufbringen!

Ob das wahr ist?

Sehen wir näher die Pro und Contra an.

Klar, viele Profis machen nur eine Beplankung. Aber nicht alle. Bei sog. Admiralty und ähnliche modellen ist man dazu sogar gezwungen. Aber bei allen Modellen?

Ich baue seit Jahrzehnten fast ausschliesslich mit doppelten Beplankungen. Für mich liegen die Vorteile auf der Hand.

1.- Bei der unteren Beplankung muss man nicht auf den genauen Plankenverlauf achten und man braucht nicht akribisch genau beplanken, was dazu führt, dass die Beplankung schneller vor sich geht, also man braucht weniger Zeit. (mit ein wenig Übung natürlich)

2.- Auf die geschliffene untere Beplankung kann man sehr schön und schnell den echten Plankenverlauf aufzeichnen.

3.- Für die obere Beplankung benutze ich 0,6 mm Möbelfurnier. (Bei den Baukastenmodellen bekommt man dazu 1 mm Leisten, das geht auch noch so gerade) Furnier bekomme ich bei bekannten Tischler vom Rest bzw. Abfall, von sehr vielen Hölzer und Maserung und sogar gratis. Davon schneide ich 120×4-6 mm Stücke (bei 1:50). Wenn man diese Leisten ein wenig bewässert, lassen sie sich sehr gut biegen. Weil ich auch hier Gel-Sekundenkleber benutze, geht die Beplankung sehr schnell. In diesem Sinn ist sie tatsächlich leichter zu bauen.

Tatsächliche und zeitraubende Schwierigkeiten bei einfacher Beplankung:

1.- Man braucht eine Menge Edelholzleisten, die nicht gerade billig sind.

2.- Die Aufzeichnung der Plankenverlauf auf die Spanten ist schwieriger.

3.- Sämtliche Planken vorne und achtern müssen “gespitzt”, geschmälert werden, sowie wegen der Bogen der Spanten müssen deren Kanten auch in unterschiedlichen Graden abgeschrägt werden, was akribisch genaue  Arbeit und viel Zeit in Anspruch nimmt.

Aber das ist hier auch nur meine Meinung.

Ich fasse mein Modellbau so ab: Ich baue “Schaumodelle” . Das heißt aber nicht, dass ich schlampig arbeite.

Eher so:

– Ich versuche immer so autentisch arbeiten, wei es nur möglich ist!

– Ich bewundere immer die volkommen aus Edelhölzer gebaute Modelle, die nur so protzen mit hervorragenden (oder auch nicht so hervorragenden) Schnitzereien. Alle achtung. Obwohl sie, meine Meinung nach, eigentlich nur die Geschick und Fertigkeiten manchmal sogar das Talent ihrer Erbauer loben, aber die aber mit echten Schiffen wenig zu tun haben. Wo benutzte man damals Ebenholz im Schiffsbau? Einige von Euch könnten vielleicht sagen, ich wäre neidisch. Nein, das bin ich nicht.

– In meiner Auslegung müsste ein Modell so aussehen, wie die echte Schiffe. Also, wo die echte Schiffe bemalt waren,dort  sollten die Modelle auch. (Wasa) Schöne Schnitzereien bleiben unter Farbe auch schön. Anderseits habe ich schon bei vielen Modellen so grobe Schnitzereien al Natura gesehen, die so aussahen, als ob ihre Schnitzer nicht gewusst hätte, was er überhaupt darstellen wollte.

– Es gab damals in Ungarn einen Zauberer, dessen Slogen so geläutet hat: Vorsicht, ich mogele! Ja, ich mogele auch, wo was nicht sichtbar ist. Was für Materialen ich unter der Farbe benutze, ist doch volkommen egal, Hauptsache sie sehen aus als ob…  Wir können unter Farbe jede Materialen benutzen, die wir gut handhaben und formen können.

Aber das ist auch nur mein Credo!

Sehen wir lieber den weteren Bau an.

Bei der oberen Beplankung müssen wir schon genauer arbeiten. Leider kan mann viele Schifsmodelle sehen, bei denen der Plankenverlauf unregelmäßig ist, die Bogen eckig sind  und der Rumpf ist voll mit Buckel und Beulen, zwishcen  den Planken finden sich zu breite Lucken und  sogar der Kleber “rausgrinst”. Und manchmal scheint es so, als ob viele Leute noch nichts von Schmirgelpapier gehört hätten, weil zw. der Planken echte Stufen sichtbar sind.

Merkwürdigerweise unterlaufen solche Fehler sogar solchenbekannten Gurus, wie der Herr Mondfeld.

Mondfeld modell

Der schöne Verlauf der Beplankung ist sehr abhängig von der Verlauf der Berghölzer. Gegenüber der echten Schiffen – wo die Berghölzer auf die Spanten befestigt waren – befestige ich sie auf die obere Beplankung, angefangen mit dem untersten.

Zuerst zeichne ich auf die untere Beplankung ung. bei jenen zweiten Spanten die Höhe der Unterkante des unteren Bergholzes von der Heling nach oben auf. Dann befestige ich eine 2×3 mm Kieferleiste provisorisch mit Stecknadel entlang der aufgezeichneten Punkten, so kann ich den Bogen aufzeichnen.

Palánk10

Dann klebe ich auf den spätere Platz des Bergholzes einen langen Furnierstreifen, der ein bisschen schmaler ist, als das zukünftige Bergholz, möglicherweise von anderer Farbe, wie die danebenliegende Planke,  womit ich gut sehen kann, wohin ich das Bergholz später anbringen muss.

Den Verlauf der oberen Berghölzer kann man  von den unteren schön aufzeichnen. Wenn ich alle Berghölzer schon ihre “Unterlagenstreifen” aufgeklebt habe, dann bringe ich zwischen sie die “normalen”  120×2-4 mm Leisten.

Palánk13

Auf diesem Bild sind gut sichtbar die hellere Furnierstreifen, wo später die Belghölzer hinkommen.

Das Schleifen der oberen Beplankung…

… kann zuerst mit dem Delta-Schleifer – 160-180 Körnung – , dann mit der Hand ausgeführt werden. Nach dem Schleifen behandle ich die Flächen mit Holzöl. Diese Behandlung erfrischt die Flächen, hebt die Kontrasten aus und zeigt die etwaige Fehler, die wir dann mit Handschleifen ausbessern können.

Die Berghölzer

Ob wir hier welche Berghölzer zuerst anbringen, das ist unwesentlich, weil die Furnierstreifen schon bestimmen deren Plätze.

Die Berghölzer müssen nicht in der ganzen Länge überall geklebt werden, weil sie sowieso genagelt werden müssen. Es reicht, wenn man sie je 3-4 cm mit einem Tropfen anklebt.

Palánk14

Bis auf weiteres.


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