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Prince Royal 1610 – Der Bau Teil4

2010. október 13. szerda Nincsenek hozzászólások

Das mittlere Deck

Die Beplankung des Decks.

Die obere Konstaplerkammer

Auf dem mittleren Deck befand sich auch eine Konstaplerkammer. In der unteren Kammer waren aber nur die Cartousche für die 24 Pfund-Kanonen auf dem unteren Deck gelagert. Demgegenüber in der oberen Kammer waren die Cartousche für die 18 Pfund-Culverine auf dem mittleren Deck sowie die für die 12 Pfund-Demi-Culverine auf dem Hauptdeck gelagert. Deswegen waren die mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet.

Diese Kammer hatte auch ein Vorschott mit zwei Türen.

Sowie hier befanden sich noch zwei kleine Kammer für die zwei Oberkonstapler.

Und durch diese Kammer wurde auch die Pinne geführt.

Nach der Fertigung und Einkleben der Lafetten konnte ich die nächste Decksbalken einpassen.

Der Vorderteil des Decks. Fallknecht des Vorsegels und Niedergänge. Die Ladeluke hier hatte schon Grätings.

In die Mitte mit dem Quadratmuster kommt später die Offiziersmesse, in die beiden Seiten je 4 Offizierskajüten.

Befestigung des Ruders

Die Fingerlingen sind aus 0,5mm Messingblech und ein Stück Messingrohr gefertigt, dessen ausserer Durchmesser 4mm, der innere 3mm sind.

Ich habe aus  dem Blech 4mm breite Streifen geschnitten und in deren Mitte ein Stück Rohr gelötet. Die ausstehende Teile der Rohren danach abgeschliffen und die Streifen gebogen.

Die Fingerlingen für den Ruder sind genauso gefertigt, mit der Unterschied, dass ich noch dazu flachköpfige Zapfen gedreht und in die Rohre eingedruckt habe.

Die Kanonenlöcher des Hauptdecks

Hier musste ich wieder ein bisschen grübeln, wie sie sich genau machen lassen. Vorläufig konnte ich nur die 4 mittlere Löcher machen, weil für die andere muss ich noch die Beplankung weiter nach oben ziehen.

Nach dem Aufzeichnen der Mitten der Löcher, habe ich sie aufgebohrt und auf 12mm geschliffen. Der endgültige Durchmesser wird 14mm sein.

Aus einem 26mm durchmessenden Buchenrundstab habe ich 16 St. Ringe mit 14mm Innendurchmesser und 4mm Dicke gedreht. Danch habe ich eine einfache Vorrichtung gedreht, damit die Ringe genau zentriert angeklebt werden können. Wie auf dem Foto zu sehen ist, die Vorrichtung hat eine längere 12mm Zapfen und einen 14mm Schulter.

Nun. Ein Ring wird auf den Schulter aufgezogen,  auf die innere Seite der Beplankung schön zentriert angeklebt und danach die Vorrichtung aus dem Ring ausgezogen. Einfach. Wenn ich auch die innere Beplankung angeklebt habe, kann ich die Löcher auch in den Beplankungen auf Maß schleifen.

Aber für Heute wieder genug.

Godewind


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Prince Royal 1610 – Der Bau Teil3

2010. szeptember 8. szerda Nincsenek hozzászólások

Die Kanonenpforten des unteren Decks

Nach der Befestigung der unteren 3-3 Berghölzer kamen die untere Kanonenpforten in die Reihe. Nach dem Aufzeichnen habe ich in jeder Ecken 3mm Bohrungen gebohrt, die Öffnungen mit Proxxon Stichsäge ausgesägt und auf Maß gefeilt.

Die Trempelrahmen sind aus 3-4×7 mm Leisten.

So sieht es von innen aus.

Und von aussen.

Das untere Deck

Damals bei der flämische Galeone habe ich die Decks aus 2×6 mm Ahornleisten gefertigt und bei den unteren Decks die hölzerne Zapfen nur mit Tusche imitiert. Hier habe ich eine andere Methode ausgetüftelt. Weil das Deck mehrere kleinere Teile aufgeteilt ist, deshalb habe ich die einzelne Segmente bzw. Platten aus 1 mm Sperrholz ausgesägt und darauf die 1×3 mm Ahornleisten aufgeklebt. Die Kanten der Leisten mit schwarzem Filzstift geschwärzt. Für die Zapfen habe ich 0,8 mm Bohrungen gebohrt und in die Bohrungen Zahnstöcher geklebt, die ich vorher einge Tage lang in dunkle Beize gewässert habe. Die Vorteile liegen auf der Hand: die einzelne Deckssegmenten konnte ich ausser dem Modell fertigstellen und das Schleifen der oberen Flächen  mit dem Tellerschleifer war wesentlich einfacher, wie bei der flämischen, wo ich im Innere des Rumpfes mit der Hand schleifen musste.

Natürlich sind die einzelne Segmente hier noch nicht endgültig aufgeklebt.

Vorderteil des Decks. Ankerbettings, Ladelukendeckel, Untergänge usw. die Pumpen fehlen noch. Als alle Deckssegmente und Trempelrahmen schon fertig angeklebt waren, dann kam die innere Beplankung aus 1×5-6 mm Leisten.

Hinterteil des Decks. Hierher kommt noch die Konstaplerkammer. Der Niedergang führt in die Pulverkammer.

Die untere Konstaplerkammer

Die Kammer hatte vorne ein Schott mit zwei Türen. In der Kammer wurden die Cartouchen bzw. Kartuschen. Ich war erlich faul, um hier unten alle Kanonen mit allerlei Firlefranz – kompletten Geschütztagelagen und Geräten – zu versehen. Stattdessen dachte ich, ich baue lieber die Konstaplerkammer so aus, wie sie ausgesehen hätten können.

Die Kammer von vorne.

Die Kammer von hinten und oben. Die Kartuschen sind aus 5 mm Rundholz.

Leider habe ich von dem fertigen Deck nur solche Fotos, wo schon auch die darüberliegende Decksbalken befestigt sind.

Das mittlere Deck

Nach der Fertigung und Befestigung der Decksbalken und deren unterstützene Säulen sowie Knien usw. habe ich dieses Deck auch genauso gefertigt, wie das untere.

Die Kanonenpforten des mittleren Decks

wurden genauso gefertigt, wie die des unteren, nur dass sie kleiner waren und die Trempelrahmen sind nur aus 3×5 mm Leisten, weil hier die Bordwanddicke kleiner ist.

Nachdem ich mit dem eigentlichen Deck fertig war und auch die innere Beplankung auch hier angebracht habe, fing ich an die Details auf diesem Deck auszubauen.

Das Schott zw. Deck und Galliondeck

Hinter dem Schott befindet sich beidseitig je eine Kajüte. Das Bild hier zeigt die eine halbfertige Kajüte mit der Koje und Kleiderschrank.

Irgendwann hat mich ein Freund aus Ungarn gefragt: willst du eigentlich den Rumpf unter der KWL weiss bemalen? – Ja, ich dachte es so, warum? – Es wäre Schade die schöne Ahornbeplankung zu bemalen. – Na ja, vielleicht hast du recht.

Aber, als ich den unteren Spiegel gefertigt und befestigt habe  dachte ich leider nicht daran und deshalb ist der Spiegel volkommen mit Nussbaumfurnier beplankt.

Tagelang grübelte ich darum, was ich machen soll? Dann habe ich entschieden: der Spiegel muss ausgebessert werden.

Ich musste die Nussbaumfurnierstreifen unter der KWL abschneiden und abreissen und mit Ahornstreifen neu beplanken. Es war eine langweilige und langwierige Arbeit und ich musste ziemlich vorsichtig an die Werke gehen. Aber ich denke, die Mühe hat sich gelohnt.

Vorher.

Nachher.

Bis auf weiteres.

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Prince Royal 1610 – Der Bau Teil2

2010. augusztus 23. hétfő Nincsenek hozzászólások

Die obere Beplankung

Bevor ich hier mit dem Bericht des Baues weiterfahre, noch einege Gedanken zur obere Beplankung.

Ich habe einen ungarischen Kollegen, dessen Meinung von der doppelten Beplankung ist, dass sie nur für Anfänger geeignet wäre, einerseits, weil sie leichter zu bauen ist, anderseits die wahre Profis immer nur eine Beplankung aufbringen!

Ob das wahr ist?

Sehen wir näher die Pro und Contra an.

Klar, viele Profis machen nur eine Beplankung. Aber nicht alle. Bei sog. Admiralty und ähnliche modellen ist man dazu sogar gezwungen. Aber bei allen Modellen?

Ich baue seit Jahrzehnten fast ausschliesslich mit doppelten Beplankungen. Für mich liegen die Vorteile auf der Hand.

1.- Bei der unteren Beplankung muss man nicht auf den genauen Plankenverlauf achten und man braucht nicht akribisch genau beplanken, was dazu führt, dass die Beplankung schneller vor sich geht, also man braucht weniger Zeit. (mit ein wenig Übung natürlich)

2.- Auf die geschliffene untere Beplankung kann man sehr schön und schnell den echten Plankenverlauf aufzeichnen.

3.- Für die obere Beplankung benutze ich 0,6 mm Möbelfurnier. (Bei den Baukastenmodellen bekommt man dazu 1 mm Leisten, das geht auch noch so gerade) Furnier bekomme ich bei bekannten Tischler vom Rest bzw. Abfall, von sehr vielen Hölzer und Maserung und sogar gratis. Davon schneide ich 120×4-6 mm Stücke (bei 1:50). Wenn man diese Leisten ein wenig bewässert, lassen sie sich sehr gut biegen. Weil ich auch hier Gel-Sekundenkleber benutze, geht die Beplankung sehr schnell. In diesem Sinn ist sie tatsächlich leichter zu bauen.

Tatsächliche und zeitraubende Schwierigkeiten bei einfacher Beplankung:

1.- Man braucht eine Menge Edelholzleisten, die nicht gerade billig sind.

2.- Die Aufzeichnung der Plankenverlauf auf die Spanten ist schwieriger.

3.- Sämtliche Planken vorne und achtern müssen “gespitzt”, geschmälert werden, sowie wegen der Bogen der Spanten müssen deren Kanten auch in unterschiedlichen Graden abgeschrägt werden, was akribisch genaue  Arbeit und viel Zeit in Anspruch nimmt.

Aber das ist hier auch nur meine Meinung.

Ich fasse mein Modellbau so ab: Ich baue “Schaumodelle” . Das heißt aber nicht, dass ich schlampig arbeite.

Eher so:

– Ich versuche immer so autentisch arbeiten, wei es nur möglich ist!

– Ich bewundere immer die volkommen aus Edelhölzer gebaute Modelle, die nur so protzen mit hervorragenden (oder auch nicht so hervorragenden) Schnitzereien. Alle achtung. Obwohl sie, meine Meinung nach, eigentlich nur die Geschick und Fertigkeiten manchmal sogar das Talent ihrer Erbauer loben, aber die aber mit echten Schiffen wenig zu tun haben. Wo benutzte man damals Ebenholz im Schiffsbau? Einige von Euch könnten vielleicht sagen, ich wäre neidisch. Nein, das bin ich nicht.

– In meiner Auslegung müsste ein Modell so aussehen, wie die echte Schiffe. Also, wo die echte Schiffe bemalt waren,dort  sollten die Modelle auch. (Wasa) Schöne Schnitzereien bleiben unter Farbe auch schön. Anderseits habe ich schon bei vielen Modellen so grobe Schnitzereien al Natura gesehen, die so aussahen, als ob ihre Schnitzer nicht gewusst hätte, was er überhaupt darstellen wollte.

– Es gab damals in Ungarn einen Zauberer, dessen Slogen so geläutet hat: Vorsicht, ich mogele! Ja, ich mogele auch, wo was nicht sichtbar ist. Was für Materialen ich unter der Farbe benutze, ist doch volkommen egal, Hauptsache sie sehen aus als ob…  Wir können unter Farbe jede Materialen benutzen, die wir gut handhaben und formen können.

Aber das ist auch nur mein Credo!

Sehen wir lieber den weteren Bau an.

Bei der oberen Beplankung müssen wir schon genauer arbeiten. Leider kan mann viele Schifsmodelle sehen, bei denen der Plankenverlauf unregelmäßig ist, die Bogen eckig sind  und der Rumpf ist voll mit Buckel und Beulen, zwishcen  den Planken finden sich zu breite Lucken und  sogar der Kleber “rausgrinst”. Und manchmal scheint es so, als ob viele Leute noch nichts von Schmirgelpapier gehört hätten, weil zw. der Planken echte Stufen sichtbar sind.

Merkwürdigerweise unterlaufen solche Fehler sogar solchenbekannten Gurus, wie der Herr Mondfeld.

Mondfeld modell

Der schöne Verlauf der Beplankung ist sehr abhängig von der Verlauf der Berghölzer. Gegenüber der echten Schiffen – wo die Berghölzer auf die Spanten befestigt waren – befestige ich sie auf die obere Beplankung, angefangen mit dem untersten.

Zuerst zeichne ich auf die untere Beplankung ung. bei jenen zweiten Spanten die Höhe der Unterkante des unteren Bergholzes von der Heling nach oben auf. Dann befestige ich eine 2×3 mm Kieferleiste provisorisch mit Stecknadel entlang der aufgezeichneten Punkten, so kann ich den Bogen aufzeichnen.

Palánk10

Dann klebe ich auf den spätere Platz des Bergholzes einen langen Furnierstreifen, der ein bisschen schmaler ist, als das zukünftige Bergholz, möglicherweise von anderer Farbe, wie die danebenliegende Planke,  womit ich gut sehen kann, wohin ich das Bergholz später anbringen muss.

Den Verlauf der oberen Berghölzer kann man  von den unteren schön aufzeichnen. Wenn ich alle Berghölzer schon ihre “Unterlagenstreifen” aufgeklebt habe, dann bringe ich zwischen sie die “normalen”  120×2-4 mm Leisten.

Palánk13

Auf diesem Bild sind gut sichtbar die hellere Furnierstreifen, wo später die Belghölzer hinkommen.

Das Schleifen der oberen Beplankung…

… kann zuerst mit dem Delta-Schleifer – 160-180 Körnung – , dann mit der Hand ausgeführt werden. Nach dem Schleifen behandle ich die Flächen mit Holzöl. Diese Behandlung erfrischt die Flächen, hebt die Kontrasten aus und zeigt die etwaige Fehler, die wir dann mit Handschleifen ausbessern können.

Die Berghölzer

Ob wir hier welche Berghölzer zuerst anbringen, das ist unwesentlich, weil die Furnierstreifen schon bestimmen deren Plätze.

Die Berghölzer müssen nicht in der ganzen Länge überall geklebt werden, weil sie sowieso genagelt werden müssen. Es reicht, wenn man sie je 3-4 cm mit einem Tropfen anklebt.

Palánk14

Bis auf weiteres.


Kategóriák:Der Bau - Teil2 Cimkék:

Prince Royal 1610 – Der Bau Teil1

2010. augusztus 18. szerda Nincsenek hozzászólások

Der Rumpf

Maßstab= 1 :48

Rumpfmaße:

Länge des Rumpfes – von der Oberkante des unteren Spiegels bis zum Oberteil des Vorstevens – ohne die achteren Aufbauten und Gallionschnauze (Gallionscheg) 1030 mm

Breite des Hauptspantes – ohne Beplankung 272 mm

Materialen:

Kielplatte – 8 mm Birkensperrholz, Spanten – 6 mm Birkensperrholz, Untere Beplankung – 1,5×5 mm Lindenleisten

Bauspantenachsenweite – 32 mm

Der Spantenbau bzw. das Gerippe

Alle  Spanten habe ich zuerst nur bis zur Oberkante des Hauptspantes + 20 mm für die Befestigung mit Dekupirsäge ausgesägt. Danach habe ich Die Spanten auf den Heling nacheinander befestigt zusammen mit der Kielplatte.

Spantenbau der Prince -1

Spantenbau der Prince - 2

Die untere Beplankung

Bevor wir die untere Beplankung anbringen,  müssen wir zuerst noch zwei Sachen erledigen.

1.- Die Sponung bzw. falsche Sponung

Eine kleine Theorie dazu:

Die  Kielseiten  im Aufsicht – also die Dicke des Kiels – war(en) nicht gerade, sondern nach vorne und nach achtern wurde immer schmaler und zwar in unterschiedlichen Maßen, aber dieser Unterschied bei einem Model nicht zu wesentlich ist. Die Dicke des Kiels in der Mitte bei dem “Originalschiff” war 650 mm, also bei dem Modell 13 mm. Vorne und achtern aber nur 11-11 mm. Das war also auch die Dicke des Vorsteven und des Achterstevens.

Die Gestaltung der falsche Sponung:

Auf die beiden Steve beidseitig je 1 mm Sperrholz geklebt – 8 mm + 2 mm= 10 mm, dazu kommt später 2×0,5 mm Furnier für die obere Beplankung = 11 mm

Auf den Kiel wieder beidseitig je 2×8 mm Leisten – 8 mm + 4 mm= 12 mm plus 2×0,5 mm= 13 mm

Spantenbau2

2.- Bevor wir die Beplankung anfangen, müssen wir den unteren Spiegel fertigen und auf seinen Platz befestigen, weil die seitliche Beplankungsleisten auf der Seitenkanten des Spiegels auflegen müssen.

Spantenbau3

Die erste Leiste der unteren Beplankung wird in der Höhe der größten Breite des Hauptspantes angebracht. Diese Leiste wird zuerst mit einer Stecknadel auf den Hauptspant drehbar befestigt. Die Leiste wird auf die Spanten überall auf die gleiche Höhe angebracht, d.h. paralell mit dem Helling.

Beplankung - 1

(Übersetzung: Gombostü – Stecknadel, Távolság – Weite bzw. Höhe von dem Helling)

Weil diese erste Leiste um die Stecknadel drehbar ist, kann ich die Kanten der weiteren Spanten nach vorne und nach achtern mit einem kleinen Schleifteller in der Proxxon Bohrmascine abschrägen.

Und wieder ein bisschen Theorie.

Ung. bis 1700 waren die Rumpfkonstruktion und der Rumpfbau auf fast ausschliesslich empirische d.H. praktische Erfahrungen gegründet. Die sog. 3 Radien Spantenkonstuktionsmethode (Abhandlung vom Schiffsbau 1610 – angeblich M. Baker) – aber noch selbst Dean im seinen –  Doctrina – 1670 – benutzt diese Methode mit einigen kleine Verbesserungen und Verfeinerungen, hat bei dem Heck und noch wesenlicher bei dem Bug Schwierigketen verursacht. Diese Problemen müssten dann bei dem praktischen Rumpfbau im Werft ausgerichtet werden. Das Problem ist, dass die Kattspanten genau wegen dieser Methode, also wegen der Magerkeit und der Niedrigkeit der Kattspanten der mittlere Radius einfach verschwindet. Die Vor- und Achtersschiff hatten wegen ihrer Magerkeit zu wenig Auftrieb.

Kein Wunder, dass auch bei den Baukastenmodellen in desen Bereichen ist die Ungenauigkeit so gross ist.

Dieses Problem hat sich auch bei meiner Rekonstruktionen gemeldet, bei der flämischen Galeonen sowie auch bei der Prince Royal, egal, ob ich die Risse auf dem Brett oder mit CAD gezeichnet habe.

So kann es vorkommen, dass vielleicht einige Kattspanten zu dick wedrde, – in diesem Fall muss man etwas wegschleifen, oder umgekehrt, einige Spanten werden zu schmal, – hier muss man diese Spanten ” aufmasten”, d.h. die Spalte zw. Spantkante und Leiste muss ausgefüllt werden, damit man einen schönen Bogen bewerkstelligen kann.

Beplankung - 2

Beim X muss die Spalte ausgefüllt werden.

Von der Beplankung will ich nicht viel schreiben. Die Leisten werden 5-10 min- warmes Wasser gewässert, und auf der Schnauze eines alten Bügeleisen gebogen. Für Kleben benutze ich seit Jahren ausschiesslich nur Gel-Secundenkleber. Schnell, bequem, vielleicht ein bisschen teuer, aber bei Conrad bekommt man eine 20gr Tube für 4,90€. Und so wegbleibt  die Zeitraubende provisorische Befestigung mit Nägel und auch die Trockenzeit des Weißleimes.

Beplankung - 3

Beplankung- 4

Palánk7

Beplankung- 5

Beplankung- 6

Wenn einige Skeptiker fragen würde: wird aus diesen zusammengworfenen Leisten überhaupt irgendwann ein Rumf? – ich kann sie beruhigen: Wird!

Schleifen

Jetzt kommt ein bisschen langweilige Arbeit: das Schleifen

Aber es ist nicht zu gefärlich.

Zuerst mit “noname” Delta-Schleifer – Schleifpapier 80-120 Körnung, dann mit Hand – Papier 160-180 Körnung. Die wenige Spalten können mit Holzpaste ausgefüllt werden.

Schleifen- 1

Schleifen2

Schleifen- 3

Nächstesmal werde ich mit der obere Beplankung fortsetzen.

Godewind


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Prince Royal 1610 – Forschung und Rekonstruktion

2010. május 15. szombat Nincsenek hozzászólások

Vor ung. 2 Jahren, als ich noch die flämische Galeone gebaut habe, fing ich an schon daran zu denken, was  mein nächstes Projekt werden soll. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass ich kein Fan der Dutzendmodellen bin.

Und dann plötzlich hat es eingeschlagen, wie ein Blitz: irgendwann, am Anfang der Siebziger, vor Weihnachten, stand ich in dem ehemaligen Hobbyladen im Budapest auf dem Deák Platz. Ich war begeistert von den gerade gelieferten Kunststoff Schiffsmodellbaukästen. Unter allem gab´s auch einen von der Prince Royal von der Airfix. Seitdem habe ich den nirgendwo mehr gesehen. Leider hatte ich kein Herz, aber hauptsäclich kein Geld ihn zu kaufen. Der hatte nämlich wenige 🙂 480 Ft. gekostet hat damals, als mein Gehalt ung. 2200 Ft. war.

Nun, dann nach diese Errinerung habe ich entschieden dieses Schiff zu bauen.

Ich habe angefangen dem Schiff nachzuforschen, das es gegenüber der flämischen Galeone wirklich gab. Nach einigen Monaten aber fing ich an zu ahnen, dass ich  die Risse dessen Schiff auch selbst zeichnen muss. Ich erwähnte mein Vorhaben mehreren Bekannten, unter allem dem Christian bei der Modellmarine. Er war begeistert, dann haben sich noch zwei weiteren Interessenten gemeldet. Nun, die Leute sammelten mir alle erdenkliche und erreichbare Daten und Bilder, über die ich noch nicht verfügt habe. Ich danke hiermit herzlich dem Christian und dem Markus für ihre Hilfe bei Materialbeschaffung.

Die bekannteste Darstellung von der Prince Royal soll sich auf dem Gemälde von Hendrick Cornelisz Vroom befinden, das im Frans Hals Museum in Harlem ausgestellt ist, mit dem Titel: “Die Ankunft Friedrich der 5te von der Pfalz in Vlissingen am 29.April 1613”. Ich wollte das Modell hauptsächlich nach dieser Darstellung bauen, also im Zustand von 1610. Wir wissen, dass das ursprüngliche Schiff in seiner fast 70jährigen Geschichte mehrmals umgebaut worden war.

Es gibt noch auch mehrere andere Gemälde von Adam Willearts und Cornelis Vroom sowie eines von einem unbekannten Maler, das bisher die einzige Darstellung vom Spiegel.

Spiegel

Es gibt auch ein Riss, der mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Schiff darstellt.

Riss

Wahrscheinlich zeichnete  auch  B.Landström sein farbiges Bild in seinem Buch – “Das Schiff” – nach dem Wrooms Gemälde.

Zeichnung von Landström

Ich habe bisher leider von der Prince Royal nur 2 Modelle gefunden.

Das erste unter dem Link: www.marinepage.de/Prince Royal.html

Modell1

Das Modell angeblich 100-150 Jahre alt. Mehrere Fotos kann man bei dem obengenannten Link ansehen.

Das Modell – sagen wir – sieht ung. ähnlich aus wie die Prince, obwohl es ziemlich unproportioniert und die Takelage mehr oder weniger eine Fantasiegebilde ist. Für mich sieht das Modell so aus, wie eine Stubenzierde, viel zu viel kann man von dem nicht erwarten.

Von dem anderen Modell befindet sich ein Foto im Buch von Bryan Lavery – Schiffe.

Modell2

Ich wollte mit dem Erbauer Kontakt aufnehmen, aber der Verlag wollte nicht seine Daten verraten. Neulich habe ich aber im Napoleon-Forum erfahren, dass es vom Modell mehrere Fotos gibt. http://www.nmm.ac.uk/collections/explore/object.cfm?ID=ZBA1462&picture=2#content

Für mich gefällt auch auf diesem Modell einiges nicht. Unter allem stört mich am Modell uch sowie bei der farbigen Zeichnung von Landström seine Farbe. Landström schreibt:

… nur die Feder und einige kleinere Details waren weiß bemalt. Alle andere Schnitzereien waren vergoldet auf grünem Grund.”

Nun, bitte schön, ich bin ofiziell grün-rot Farbenverwechsler (nicht Farbenblind!), in der Wirklichkeit aber eher grün-braun. Aber abgesehen von diesem kleinen Fehler, sehe ich die Welt trotzdem sehr bunt. Ihr sollt die Vergrößerung vom Gemälde ansehen.

Sagt mir: wo gibt ´s viel grün? Wo ist  die ganze Schiffsseite grün? Und wo sind alle Zierraten vergoldet? Wroom war Zeitgenosse und er hat das Schiff gesehen! Also?

Die Hauptmaße der Prince Royal kann man im Buch: Frank Howard – Segel – Kriegsschiffe 1400-1860 – finden, sowie hier befindet sich auch ein von W.Saliybury rekonstruierter Hauptspantschnitt.

Hauptspantschnitt von Salisbury

Diese waren die – ziemlich dürftige – Daten für die Rekonstruktion.

Ich möchte noch ein eklatantes Beispiel zeigen darauf, warum  man bei einer Rekonstruktion auf alle “Kleinigketen” aufpassen muss und keine Vorurteile haben darf!

Ein Holländer, namens Vreugdenhill beschäftigte sich teilweise mit der Prince. Das folgendes Bild zeigt sein Hauptspant an:

Hauptspant von Vreugdenhill

Wenn wir die beiden vergleichen, dann bemerken wir sehr schnell, dass Vreugdenhill  sich einfach nicht von den holländischen Schiffen befreien konnte. Typisches holländisches Merkmal sind die sehr eingezogene obere Spantseiten. Und die obere Spanthöhe ist zu klein! In diese Höhe wäre sehr schwierig 3 Kanonendecks reinzustopfen. Ich habe es ausprobiert mit dem Ergebniss, dass in diesem Fall die Höhe zw. den einzelnen Decks kaum die 170 cm erreichen würde, und davon müsste man eigentlich die Tiefe der Decksbalken  ung. 30 cm abziehen. Das würde bedeuten, dass die freie Kopfhöhe bzw. Stehhöhe 140 cm gewesen wäre. Das finde ich aber bei Schiffen dieser Zeit geradezu lächerlich.

Rekonstruktion

Für diese Rekonstruktion benutzte ich die gleiche Quellen wie be der Galeone und für den Hauptspant übernahm ich die Rekonstruktion von Saliybury, mit einigen nicht wesentlichen Änderungen von mir.

Die Zeichnungen fertige ich schon mit CAD. Zwar sind nicht alle Risse volkommen fertig, trotzdem habe ich angefangen zu bauen. Jetzt mache ich das Zeichnen und den Bau paralell.

Ich muss dazu sagen, dass diese Rekonstruktion wollte anfangs  nicht so perfekt gelingen, wie bei der Galeone und es gab einige Schwierigkeiten, woran ich nicht tiefer eingehen will. Im wesentlichen das größte Problem war, dass die bugseitige erstere Spanten viel zu “mager” geworden sind und deswegen der Bug viel zu spitz wurde, was mir aber nur dann aufgefallen ist, als ich schon das Spantengerüst fertiggebaut und den Rumpf halb beplankt  habe.  Ich dachte zuerst, dass ich einfach den Bug “aufmäste” mit mehrere Schichten aufgeklebten Leisten.  Aber weil diese “Aufmästung” in der Mitte des Bugbogen – im Draufsicht – hätte 1 cm Dicke erreicht, habe ich so entschieden – besser früher als später – dass ich ich lieber ein neues Spantengerüst baue, dringend vergessend die 160 Stunden, die ich in das erste investiert habe.

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Prince Royal 1610 (deutsch)

2010. május 14. péntek Nincsenek hozzászólások
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