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Flämische Galeone 1593 – Der Bau – Teil1

2010. május 4. kedd Nincsenek hozzászólások

Ich lasse zuerst vorausgehen, dass ich hier nicht  die Darstellung und Erklärung der kleinsten Bautechnischen Tricks vertiefen will. Detailliert werde ich dort sein, wo ich von der Lösung solcher Problemen berichte, die mir auch Kopfzerbrechen verursacht haben, – z.B. die Konstruktion und Gestaltung der Galerie sowie des Rahmenwerkes für die rote Persenning, aber auch der Mastkörbe.

Nachdem ich gerade die Prince Royal baue und beabsichtige auch davon einen Baubericht zu schreiben, es wird oftmals vorkommen, dass das was ich in einem Bericht schon einmal geschrieben habe, im anderen nicht mehr wiederhole, sondern nur verweise darauf.

Der Rumpfbau

Der Rumpfbau eines beplankten Modells ist nicht so kompliziert, wie der Bau eines sog. Admiralty -Modells. Trotzdem müssen die Schritte zum Bau eines solchen Modells gründlich überlegt werden. Hierbei müssen eine Menge Konstruktionszeichnungen erstellt werden. Da die Spantbauweise schon sehr oft beschrieben worden ist, möchte ich das Thema nicht detailliert vertiefen.

Kiel und Steven

Die sog. Kielplatte habe ich aus 8 mm dickem Sperrholz gefertigt. Die Dicke des fertigen Kiels wird im weiteren Bau aber auf 11 mm erhöht, aber davon später.

Die Spanten

Die Spanten bestehen auch aus 6 mm Sperrholz. Bei meiner Rekonstruktion habe ich einen Spantabstand von 16 mm angenommen, d.h. beim Original wären die Achsen der Spanten 80 cm voneinander entfernt, die Breite wäre 50 cm und der Abstand zwischen den Spanten 30 cm. Ich habe für mein Modell jeden zweiten Spant als Bauspant vorgesehen, d.h. der Achsabstand der Bauspanten beträgt 32 mm.
Damit erhalte ich 24 Bauspanten und 10 Halbspanten am Heck. Nach dem Spantenriss müssen jetzt bei jedem einzelnen Bauspant die Spantenbreite bzw. die Spantentiefe, sowie die Decksbalken und die Knie eingezeichnet bzw. konstruiert werden.

Die Spantentiefe

Bei einem damaligen Kriegschiff betrug die “Bordwandtiefe” bei der größten Breite ca. 60 – 70 cm, zieht man davon für die Dicke der äußeren Planken 10 – 12 cm und die der inneren Planken 6 – 8 cm ab, erhält man für Spantentiefe zwischen 46 cm und 50 cm. Das sind im Maßstab 1/50 8,8 mm; darunter wird die Spantentiefe größer, darüber kleiner.

Die Deckswölbung

Die Höhe des Decksbalkenbogens in der Mitte ist 1/24 bis 1/50 Decksbalkenlänge. Sie hängt vom Schiffstyp sowie von der Zeit ab. Diese Höhe war bei den älteren Schebecken extrem groß , bei den modernen Segelschiffen des 19. Jhdt. kaum 1/50 oder noch weniger.
Bei den älteren Schebecken war die Deckswölbung extrem groß, so dass beidseitig Hilfsdecks eingebaut werden mußten, damit die Kanonen waagerecht stehen konnten.

Querschnitt einer Schebecke

Manchmal sogar waren die Daten nicht ganz eindeutig. Z.B. bei der französischen La Couronne, wo die Originalzeichnung des Hauptspantes eine genauso extreme Deckswölbung zeigt, wie bei der Schebecke, was aber kaum glaubhaft ist.

E.Paris schreibt dazu:
“Für die Decksbucht wird angegeben, dass ein Kreisbogen abc mit dem Radius 2BD ( größte Breite ) geschlagen werden soll, wie in der Zeichnung durch die gestrichelte Linie angegeben. An den Schiffsseiten entstünde dadurch eine Schräge, die den Erfordernissen der Geschützbedienung widerspricht.”

Damit hätte auch diese Konstruktion für den Atlantik jene Nachbildung der Mittelmeer-Gewonheiten aufgewiesen, die auf den Schebecken zusätzliche hochlliegende Seitenplattformen als Geschützträger notwendig machte. Deshalb wurde eine andere Regel aus demselben Buch angewandt und eine Bucht von 10 Zoll auf 20 Fuß (Balken)Länge oder 1/24 angesetzt, wie in der Zeichnung durch die Vollinien ab?c angegeben.

Querschnitt der Couronne

Es erschien mir aber noch immer zu groß, deshalb habe ich die Wölbung auf 1/40 genommen.

Glücklicherweise sind die Radien bei allen Balken gleich, so dass wir nur eine Wölbung konstruieren müssen. Und so geht es:
– Wir nehmen ein Stück Karton, noch besser eine Polystyrolplatte
– ziehen eine 250 mm lange Gerade
– auf in der Mitte senkrecht gezeichnete Linie 250/40= 6,25 mm aufmessen
– den Bogen zeichnen
– Ausschneiden der Schablone

Decksbogenschablone

Für diejenigen, die gerne Schiffsrisse zeichnen – bzw. zeichnen möchten – ein Trick:
Die langen, flachen Bögen vieler Risse können wir mit den normalen Kurvenlinealen nicht aufzeichnen.
Die Lösung:
– Auf einem Zeichnenbrett befestigen wir eine 0,5 mm dicke Eisenblechplatte – möglicherweise bemalt oder verzinkt – und darauf die Zeichnung.
– Aus der Tür eines alten Kühlschrank reissen wir die Magnetgummibänder aus. Mit deren Hilfe können wir schöne Bogen ziehen.

Konstruktion eines Bauspantes

Konstruktion eines Bauspantes

  1. Der Spant wird aus 6mm Sperrholz aufgebaut.
  2. Diese Bereiche müssen ausgesägt werden.
  3. Die Knie werden aus einem zweiten Brettchen ausgesägt und an die Spantform angepasst.
  4. Die Decksbalken
  5. An diese Stelle werden die Decksbalken von den Spanten getrennt (Die Knie dürfen noch nicht angeklebt werden! Bei den echten Schiffen sind die sog. stehenden bzw. hängenden Knie von innen auf die innere Beplankung befestigt. Meine hiesige Methode ist konstruktionsbedingt, trotzdem muss ich erwähnen, dass bei der Prince Royal schon anderswie gemacht habe.)
  6. 1,9mm Bohrung zur Befestigung der Kniee an die Spanten und Decksbalken

Nach diesem Schema werden alle Spanten vorbereitet.

Der Spantenbau bzw. Rahmenwerk

Von der Zusammenstellung des Spantenbaus leider habe ich leider keine frühere Fotos.  Ich benutze hier deshalb die Fotos von dem Spantenbau der Prince Royal.

Spantenbau der Prince1

Spantenbau der Prince2

Bei der Prince habe ich dann gleich angefangen die erste Beplankung aufzukleben. Anders bei der Galeone, wobei ich zuerst den Rahmenwerk auf den Fuß gestellt.

Spantenbau der flämischen Galeone

Die Lage der unteren Stückpforten wird aufgemessen und die Trempelrahmen eingebaut.  Anschließend werden die Knie für die Hauptdecksbalken mit Zapfen und Kleber befestigt.

Einbau der Trempelrahmen

Es gibt unterschiedliche Methoden für den Einbau der Trempelrahmen. Hier habe ich die Trempelrahmen vor der Beplankung eingebaut, dagegen bei der Prince nach der Beplankung. Beide Methoden haben Vorteile und Nachteile.

Der untere Spiegel

Man muss auch den schon vorbereiteten unteren Spiegel am Ende der Kielplatte befestigen, noch vor der Beplankung, weil die auslaufende Leistenenden auf den Seiten des Spiegels auflegen.

Unterer Spiegel

Ausbau des Batteriedecks

Wir beplanken das Batteriedeck, bauen die Deckseinrichtungen und die innere Beplankungen ein.
So sieht soweit fertig das Batteriedeck von vorne nach achtern,  aus:

Batteriedeck1

  1. das erhöhte Vorderdeckeck am Bug – beplankt mit 6 x 2 mm Ahornleisten
  2. das mittlere Deck wird aus mehreren Teilen zusammengebaut; zuerst werden die Scherstöcke (Nr. 2a) aus 12 x 3 mm Leisten aufgenagelt (die Scherstöcke sind 2 dickere und breitere Planken, die parallel zur Mittelachse verlaufen; sie bilden sozusagen einen Rahmen für die Ladeluken, Grätings und die Untergänge), anschließend werden die Decksteile rechts und links neben der Scherstöcke aus 1,5 mm Sperrholz ausgesägt, mit 6 x 0,6 mm Ahornfurnier beplankt und anschliessend befestigt (die Planken des Batteriedecks waren bei vielen Schiffen nicht kalfatert).
  3. Untergang
  4. Ankerbeting
  5. Grätings der Kombüse
  6. Lager des kleinen Spills
  7. Grätings der Schmiede bzw. des Krankenraumes.
  8. Untergänge
  9. Abdeckung, bzw. Deckel des Hauptladeraumes
  10. Knie

Batteriedeck2

11.- Pumpen
12.- Kragen des Hauptmastfußes
13.- Deckel der Kugelracks
14.- Niedergänge
15.-Lager des großen Spills
16.-Niedergänge

Batteriedeck3

17.- Hinteres erhöhtes Batteriedeck
18.- Fuß des Beasanmastes
19.- Tieferliegendes Heckdeck für die unteren Heckkanonen
20.- Niedergang zum Handwaffenlager
21.-Deckel für den hinteren Trimmlager (Kugelrack)
22.- Tür der Konstablerkammer
23.- Treppe zur Konstablerkammer
24.- Treppen auf das hinteren Batteriedeck
25.- Innere Beplankung
26.- Spiegel
27.- Hintersteven
28.- Untere Heckkanonen – 2 Kulverin, 18 Pf.
29.- Unter der Nr.29 – 2 enge Kammer für die Konstaplermaaten
30.-Decksbalken der inneren Geschützgalerie

Die innere Geschützgalerie

Unter der Großkajüte gab´s eine innere Galerie, wo 4 kleine Falcons auf Gleitlafetten standen.

Die innere Galerie

31.- Das Deck der inneren Galerie
32.- Querreling,  gleich dient sie auch als Leuwagen
33.- Gleitlafetten

Damit es besser verständlich wird, sehen wir uns ein Detail vom Längschnitt an:

Hosszmetszet

43.- Tieferliegendes Heckdeck
81.- Die innere Galerie
103.- Die Großkajüte

Als nächstes werden die Lafetten der Batteriegeschütze befestigt. Nach dem Plan lagen die folgende Geschütze auf dem Batteriedeck:

  • Bug – 2 St. Kulverin Drake , 18 Pf. , 2,6 m lang ( Die sog. Draketypen waren kürzer. )
  • Mitteldeck – 14 St. Kulverin Drake, 18 Pf. , 3 m lang
  • Heckdeck – 2 St Kulverin, 18 Pf, 3,2 m lang

Auf dem Modell sind alle 64 mm lang. Zur  Takelung der Geschütze habe ich hier unten nur die Broktaue angebracht. Wenn wir die Lafetten befestigt haben,  können wir mit dem Bau weiter nach oben gehen, also die Decksbalken des Hauptdecks anbauen.

Lafetten und Decksbalken