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Flämische Galeone 1593 Der Bau – Teil7

2010. szeptember 29. szerda Nincsenek hozzászólások

Das Deck des Vorkastells 

Das Vorkastelldeck

Das fertige vordere Schott des Vorkastells.

Das fertige hintere Schott des Vorkastells

Das Deck des Achterkastells bzw. Halbdeck

1.- Gehäuse des Steuerplichts; 2.- Offiziersniedergang – bei schlechtem Wetter konnte man ihn mit einer Plane abdecken; 3.- Grätings – darunter liegt die Unteroffiziermesse; 4.- Niedergänge mit Falltüren; 5.- Geschütze

Das fertige vordere Schott des Achterkastells

Der Rahmenwerk bzw. Halterung des Baldachins/der Persenning

1.- Spiegel; 2.- Haltebogen; 3.- Halbschott bzw. Querreling; 4.- Schott des Popdecks

Diese Konstruktion musste ich auch zuerst auf dem Brett konstruieren, weil es nirgendwo  keine einzige waagerechte Linie gibt. Wovon hier ausgegegangen sein sollte, ja sogar müsste, das sind der Spiegel und das Schott des Popdecks. Auf beiden muss man zuerst die Längsleisten proportional einteilen. Aber genau in die Mitte kann man keine Längstleisten stellen, wegen des Bonaventuramastes und der Leiter an der Innenseite des Spiegels. Die zwei obere Längsleisten liegen deshalb 6-6 mm von der theoretischen Achse paralell nach rechts und links. Je 3 weitere Leisten kommen dann beidseitig weiter nach aussen. Die Haltebogen sind aus 2 mm Sperrholz. Den innere Bogen habe ich auf Maß gesägt, den  ausseren 1-1,5 mm größer. Den Rest habe ich nach dem Einbau  auf Maß geschliffen. Die Haltebogen werden beidseitig vorne und hinten mit Knien gestützt.

Der vordere Teil des Popdecks. 1.- vorderes Schott; 2.- achteres Schott;  3.- Kajütenfenster; 4.- Treppe

Der achtere Teil des Popdecks. 1.- Bonaventuramastkragen; 2.- Das achterste und höchste kurze Deck. Darunter befindet sich ein Hühnerkäfig, darüber in der Mitte eine Leiter zu der Laterne. Vor dem Spiegel stehen noch 2 Bänke.

Der Baldachin/Die Persenning

Ursprünglich habe ich so gedacht, dass ich den Baldachin bei einer Maschinenstrickerei anfertigen lasse. Als man mir gesagt hat, es würde um die 60-70€ kosten, habe ich unter der Nase einen hässlichen ungarischen Spruch gemurmelt. Na dann, nein, danke. Für soviel kann ich den selbst machen. Ich habe ihn aus einem alten Laken ausgeschnitten – aus dem ich auch die Segel fertige. Die Strickerei habe ich mit der Nähmaschine gemacht. Dann habe ich die 2 Greifen und die kleine Zierraten aufgezeichnet und mit Textilfarbe und anschliesslich den Rest rot bemalt.

 

 Die Laterne

Ohne Kopfzerbrechen und Zeichnungen ging es auch nicht. Die Laterne besteht aus 36 St. Einzelteilen! Zuerst habe ich die untere und obere runde Grundplatten gedreht. Aber weil die Laterne sechseckig, auf die beide kamen noch je 1 sechseckige Platten. Ich wollte das Ganze nicht in der Hand bzw. in der Luft zusammenbauen, deshalb habe icg das Folgende ausgetüftelt: In eine dickere Arbeitsplatte eine Bohrung gebohrt. Durch die Bohrung eine M5 Schraube geführt. Auf die Schraube zuerst die obere Platten , dann 4 St. M6 Mutter als Abstandhalter, dann die untere Platten aufgezogen und das Ganze mit einer M5 Mutter gesichert. So. Jetzt konnte ich die schon gefertigte Glasscheiben ankleben, bis auf eine! Irgendwo musste ich doch die M6  Mutter rausholen! Erst danach wurde die 6. Scheibe auch angeklebt werden.

Soweit das Egebbnis. Bei den Ecken musste ich noch je 1  1,5 mm breiten  Streifen abschleifen, worauf die senkrechte Rahmenleisten rankamen. Und danach muste ich “nur” die weitere Stücke für den unterteil bzw. Ölbehälter und den oberteil bzw. Hut drehen und das Ganze zusammen kleben und bemalen.Immer glaube ich, dass ich jetzt die Beschreibung des Rumpfbau endlich beenden kann, und doch immer bleibt noch etwas. Jetzt z.B. die Geschützrohre, die Gallionfigur.

Aber das wird wiederum ein nächstes Kapitel sein.

Godewind

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Flämische Galeone 1593 Der Bau – Teil6

2010. szeptember 25. szombat Nincsenek hozzászólások

Die Galerie

Die Gestaltung der Seiten der Galerie ist nicht zu schwer. Zuerst habe ich die untere Knie gefertigt und befestigt. Darauf kommen die Bodenplatten.Die bestehen aus 1,5 mm Sperrholz und die darauf geklebte Furnierleisten. Hier stehen die Seitenrelings noch volkommen senkrecht. Die Relings werden von innen mit senkrechten Knien gestützt. Die Relingsplatten sind such aus 1,5 mm Sperrholz. Sie werden auf die Kanten der Böden sowie auf die Knie  angeklebt und zusätzlich mit kleinen Nägel verstärkt.

Die Gestaltung des achteren gebogenen Teil ist schon wesenlich schwieriger, denn:

– der obere Bogen muss  größer sein als die untere

– die Vorderseiten des gebogenen Teil der Reling vorne stehen  noch genauso senkrecht, wie die der Seitenrelings, aber bis zum Mitte wird die Wand immer mehr schräg stehen.

Einige Tage lang habe ich gegrübelt, wie das zu bauen wäre. Dann habe ich überlegt, den hinteren Teil aus 3 Stück zusammenzustellen. Den mittlerer Teil habe ich dann zuerst auf dem Tisch zusammengebaut.

Zuerst musste ich aber auf dem Zeichenbrett eine Zeichnung in 3 Ansichten zeichnen, weil der Neigungswinkel der Knien nach aussen immer kleiner wird. Nach der Zeichnung habe ich die Grundplatte und die Knie gefertigt und zusammengestellt. Die Wand besteht aus 2 Schichten. Die erste Schicht ist aus 2 Stück Furnier, diagonal auf die Knie geklebt. Die zweite ist aus 1×3 Leisten, die auf senkrecht auf die erste angeklebt worden.

Nachdem habe ich die achtere Knie gefertigt und befestigt und darauf den fertigen Hinterteil. Es sieht dann soweit aus:

Jetzt müssen nur noch die seitlichen Luken “geflickt” werden.

Die fertige Galerie von unten:

Das Rohr neben dem Pfeil ist das Abflussrohr des Klos in der Kajüte.

Der obere Spiegel und die Gillungen

Der Spiegel und das Wappen

Der Spiegel ist aus 2mm Sperrholz und 78mm breit sowie 51mm hoch.

Die Teile des Wappens

Die Krone ist 1mm Polystirol, die Kugel sind kleine Glasperlen.

Der Wappenschild ist auch 1mm Polystirol

Die Wappentiere – der Löwe und der Greif – sind aus 2 Schichten 1mm Polystirol.

Das Wahlspruchband ist 0,5 mm Polystirol. Der Spruch ist in Latein: Per Astera Ad Astra – zu Deutsch ung.: durch Kampf zu den Sternen

Die obere Gillung

Die Schlauere von Euch haben vielleicht bemerkt, dass bei den früheren Fotos hier 3 Fenster standen. Inzwischen habe ich so entschieden, dass der mittlere überflüssig ist. So habe ich den mitleren Fenster geflickt und auf seinen Platz das Bild von dem gekreuzigten Kristus geklebt.

Die untere Gillung

Hier drohen uns 2 kleine Kanonen mit Gleitlafetten. Diese Kanonen waren eigentlich unter dem Boden der obersten Kajüte versteckt. Wenn man  sie brauchte, wurden einige Teile des Bodens aufgehoben. Die Zierde ist hier auch 1mm Polystirol. In deren Mitte steht das Bild vom Lamm des Kristus. Die 2 Bilder sind aus Papier. Ich habe sie in einem Ornamentenbuch gefunden.

Die seitliche Laufplanken des Kuhls

Die Grunplatten sind hier auch, wie bei der Galerie azuf 1mm Sperrholz geklebten Furnierstreifen. Die innere Stütze sind 4×4 mm Leisten. Die Relingsäulen sind auch 4x4mm Leisten. Die waagerechte Leiste ist 1×3 mm. Die Ketten sind die kleinsten, die man bei Aeronaut kaufen kann. Der aussere Durchmesser eines Gliedes nur 1,3mm. Die Ketten sind durch die Löcher in den Säulen geführt. Die gleiche Konstruktion befindet sich auch bei den Relings des Vorkastells und des Halbdecks. Die Säulen der inneren Relings sind 3×3 mm Leisten, der Handlauf 3×1,4 Leiste und die waagerechte Leiste 1×2 mm.

Die Grätings

Ich habe es vergessen, die Grätings bei den “Kleinigkeiten” erwähnen.

Leider bei vielen Modellen haben die Gräting zu große Löcher. Bei echten Schiffen waren diese Quadratlöcher in allgemeinen 50x50mm aber höchstens 70x70mm! In 1:50 ist 50mm nur 1mm, aber auch 70mm nur 1,4mm! Ich habe bei Krick Grätingsbausätze gekauft und zwar die, die nur 1×1 mm Zahnung haben. Aus 1 Bausatz konnte ich fast 2 Grätings bauen, weil ich sie genauso gebaut hatte, wie bei echten Schiffen d.h. nur die untere Querleisten sind gezahnt. Die längstleisten nur einfache 1,2 mm Ahornleisten. Die Ober- und Unterseite der Relings habe ich dann mit dem Tellerschleifer plan geschliffen.

So sehen die Grätings von unten aus.

Leider bleibt die versprochene Baldachinhalterkonstruktion für später.

Godewind

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Flämische Galeone 1593 – Der Bau Teil5

2010. szeptember 7. kedd Nincsenek hozzászólások

Ich muss jetzt hier zuerst bemerken, dass die wietere Arbeiten, die mit dem Rumpf zusmmenhängen, nicht genau in der Reihenfolge gemacht worden waren, wie ich sie hier darstelle. Zwar könnte ich die damalige Reihenfolge aus meinem Arbeitsbuch aussuchen, aber das finde ich unwesentlich, weil ich viele Arbeiten sozusagen paralell gemacht habe.

Gehen wir jetzt davon aus, dass die Zierraten grossenteils schon fertig auf ihren Platz sind.

Weitere “Kleiniegkeiten”

Kanonenpfortendeckel

werden  in 3 Schichten aufgebaut. Die Grundplatten sind  aus 17x16mm sowie 14×14 mm 1,5 mm dickem Sperrholz. Darauf werden von aussen die 0,6 mm Furnierstreifen – entsprechend der Beplankung – , sowie von innen die kleinere Rechtecke aus 1,5 bzw. 1 mm Sperrholz .

Die Scharnierblätter sind aus 0,2 mm Messingblech, 3 bzw.2 mm breit, haben 1 mm gelötete Augen und wurden 0,6 mm Nägel befestigt. Die Fingerlingen dazu sind in der Bordwand aus 0,8 mm Messingdraht.

Die Rüsten

Bei so grossem Modell müssen die Rüsten sehr gut befestigt sein. Die Rüsten der Vor – und Hauptmast sind aus 3-3 St. 3×7 mm Leisten zusammengestellt. Die innerste Leiste ist 5-6 St. 1×16 mm Nägel auf das Bergholz genagelt, die mittlere auf die innere sowie die aussere auf die mittlere. Die Rüsten der Besan und Bonaventura sind aus 3×5 mm Leisten.

Diese Konstruktion ist so sehr kräftig. Der Witz ist, dass auch die originale Rüsten nach dieser Methode gefertigt worden sind.

Die Rüsten waren oben mit 2-4 Knien und unten 2-4 Eisenstäben versehen.

1.- Knie, 2.- Eisenstab

Die untere Juffern und die Püttingseisen bzw. Pütttingsketten

Die Juffern sind dreieckig. Weil solche Juffern in solchen Maßen nicht zu kaufen sind, so musste ich sie selbst herstellen. Zum Glück waren solche Juffern ziemlich flach. Also: die habe ich aus 5 mm dicker Ahornplatte gefertigt. Dazu habe ich aus 1mm Alublech eine Umriss – und Bohrschablone gemacht.

Die Schablone

Fräsen der Rillen bzw. Nuten

Die Bügel sind aus 1 mm Messingdraht gebogen und gelötet.


Bei vielen Schiffen der 16-17. Jht. waren die Püttingseisen Ketten. Soweit gut und schön, zumal bei Modellbaufirmen sehr schöne Ketten zu kaufen sind. Aber der Haken! Die sind zu schwach! Neue Ideen braucht man! In die zusammengelötete Stiele der Bügel ung. 1,5 mm unter der Juffer habe ich je 1 0,8 mm Bohrungen gebohrt und darunter den Stiel abgesägt. So konnte ich die Juffern und die Ketten mit 0,8 mm Nägel befestigen.

Juffer – Nagel – Kette

Das untere Ende der Ketten –  wo die Ketten grösser waren – habe ich mit “U”-Bügel und wo die kleiner waren mit Nägel befestigt.

Ankerkrane

Die Krane  – nach holländischem Vorbild – waren nicht gerade, sondern gebogen. Aus 8 mm dicker Ahornplatte habe ich sie ausgesägt.

Treppen

Die Seitenblätter der Treppen sind aus 3×5 mm Leisten. Die Nuten für die Treppenstufen auf einer Fräsmaschine gefertigt.

Nachdem ich die Stufen zw. die Seiten eingeklebt habe, habe ich die Dicke der Seiten auf 1,5 mm abgeschliffen.

Die Querrelings…

sind aus 1,5 mm Sperrholz mit 2×3 mm Rahmenleisten.

Die Gleitlafetten der Deckskanonen…

habe ich aus unteschiedlichen Leisten gefertigt. Vorne haben sie je einen senkrechten Zapfen, so sind die Lafetten ung. in 30-30 Grad drehbar. (Hier stelle ich keine Fotos ein, diese Details werden auf späteren Fotos gut sichtbar.)

Das Schott vor dem Baldachin…

ist auch aus 1,5 mm Sperrholz. Die Gitterfenster mit mediterranem Styl sind in 4 Schichten 0,6 mm Furnier zusammengeklebt.  1-1 Schicht für die vordere und hintere Rahmen und 1-1 für die mittlere Querleisten.

Das Dach des Steuerplicht

Es steht vor dem Schott. Es kann – mit den daneben stehenden kurzen Treppen – abgenommen werden, damit man in das Steurtplicht reingucken kann.  Darauf stand der Master und brüllte die Befehle dem Steuermann und den Matrosen.

Nächstesmal sehen wir den Bau der Laufplanken des Kuhls, der Galerie sowie den Rahmenwerk des Baldachins näher an.

Bis dann Godewind


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Flämische Galeone 1593 Der Bau Teil4

2010. augusztus 21. szombat Nincsenek hozzászólások

Bauen wir nun weiter nach oben.

Die Back

Zuerst müssen die 4 Bogen (vorne 2 und achtern 2) gefertigt und angebracht werden, danach können wir die Seitenwände beplanken.

Ivek elöl

Ivek elöl

Ivek hátul

Die hintere Bordwände und die obere Gillungen

Die kann man nur stufenweise ausbauen, weil die Gillungen nach achtern und nach oben immer mehr sozusagen in der Luft hingen.

Oldalfal

Zuerst der untere Teil der Bordwand, dann die Querbeplankung der untere Gillung, usw.  Da die Bordwände nach achtern und nach oben immer mehr eingezogen werden müssen, werden hier die Einhaltung der genauen Maße mit provisorischen Abstandhälter gewährleistet.

Távtartó

Das Deck unter dem Halbdeck – Draufsicht

Félfedélzet emelet, felülnézet 1

10.- Vorraum (in der andere Seite symmetrisch)

10.a- Tür

10.b- Treppe auf das Halbdeck

10.c- Gleitlafette

10.d- Tür zw, Vorraum und Unteroffiziersmesse

11.- Kajüte

12.- Unteroffiziersmesse

13.- Der Tisch mit den Bänken

14.- Kajüten (unausgebaut)

15.- Vorraum des Steuerplichts

16.- Tür zw. Messe und Steuerplicht

Az elöbbi terület más nézetböl

Anderes Bild von diesem Bereich.

Wenn wir noch weiter nach achtern gehen, die oberste Kajüten:

Félfedélzet "emelet", felülnézet2

18.- Das Steuerpflicht

20.- Zwei kleine Wendeltreppe auf den Flur hinter dem Steuerpflicht.

21.- Flur

22.- Kajüten (unausgebaut)

23.- Treppe und Tür zur hintersten Kajüte

24.- Kajüte

25.- Fuß des Bonaventuramastes

26.- Kojen

27.- Die obeste Gillung

Ugyanez a terület más nézetböl

Anderes Bild von diesem Bereich.

Sämtliche “Kleinigkeiten”.

Türen

Sämtliche Türen habe ich aus 1,5 mm Sperrholz – mit Scharnieren beweglich – gefertigt. Ausgenommen den hinteren zweiflügeligen Tür der Grosskajüte, der wegen der Türfenster schichtweise aufgebaut werden musste. Die Scharnierblätter habe ich 0,2×2-3 mm breiten Messingblech gefertigt. Deren Auge habe ich mit einer Spezialzange gebogen und danach gelötet. Die Fingerlingen sind aus 0,8 mm Messingdraht 90 Grad gebogen.

Die Deckel der Kanonenpforten wurden genauso gefertigt.

Die Scahrnierblätter des Ruders sind aus 0,5×4 mm Messingblechstreifen, wo in deren  Mitte noch ein Stück Messingrohr mit 3 mm Durchmesser eingelötet wird, die später die Fingerlingen des Ruders aufnehmen würden.

Fenster

Sämtliche Fenster sind aus 1,5 mm Plexiglas. Um die Bleiverglasung zu imitierenhabe ich die folgende Methode benutzt:

– Einen 2mm Gitter wird mit CAD gezeichnet und auf ein bischen dickere Papier ausgedruckt.

– Auf das Papier wird ein  Stück ung. 7×7 cm Plexiblatt mit Klebeband aufgeklebt.

Ablakkészités1

– Das Muster wird in das Plexi mit Reißnadel eingekratzt.

– In die Rillen werden die Linien mit 0,2 mm Rotring schwarze Tusche reingezogen.

Ablakkészités2

Ranken, Girlanden, Zierraten

Die Fertigung der Ranken hat mir ziemliche Sorgen und Kopfzerbrechen verursacht. Dabei habe ich viele unterschiedliche Möglichkeiten überlegt.

1.- Aus 1mm Flugzeugsperrholz auslasern lassen. Meine Lust dazu hat aber sehr schnell die Tatsache von mir genommen, dass eine Firma “mickrige” 700€ dafür verlangt hat, obwohl die Zeichnungen ich gegeben hätte. – Weggefallen!

2.- Aus Messingblech mit Fotoätzung  fertigen lassen. Das war auch nicht viel lustiger. Zwar hätte es “nur” 600€ gekostet. Aber! Die Firma wollte nicht 1mm, sonder nur 0,5 mm dickes Blech nehmen.  – Weggefallen.

Bei beiden Lösungen blieb das Problem: Die Ranken würden flach bleiben!

3.- Eigenbau!

Da aber kamen andere Problemen auf. Ich musste ein wenig herumexperimentieren.

– 1mm Flugzeugsperrholz – mit Handlaubsäge mit einem Blatt feinster Zahnung habe ich zuerst einige Probestück gefertigt, mit jämmerlichem Ergebniss! Egal was ich probierte, die kleinste Ranken haben “sich” einfach abgebrochen! Ausserdem das Sperrholz lässt sich nich zu gut schnitzen.

– 1mm Buchsbaumplatte – dito

– Eine Zeitlang war ich ratlos. Dann kam wieder ein Blitz. In den Augen der “Supergenie-Holzschnitzermeister” wird meine Methode ziemlich ortodox, wenn nicht sogar verpönt erscheinen: 1 mm Polystirol! Wunderbar! Lässt sich kinderleicht sägen und schnitzen. Und unter Farbe kann man sowieso nicht erkennen, aus welchem Material die Girlanden sind!

Ich habe 7-8cm lange Girlandensegmenten ausgesägt (und siehe Wunder: die Ranken sind rangeblieben!), dann auf eine 2mm dicke Polystirolplatte mit Weißleim aufgeklebt. Danach konnte ich sie schön plastisch schnitzen. Nach dem Schnitzen habe ich das Ganze ung. 10 min.  lang im lauwarmen Wasser gewässert, die Girlanden lösten sich von der Grundplatte. Nach sorgsamer Bereinigung konnte ich sie bemalen.

Die Bemalung

Da kommen wir auf eine ziemlich durch und durchgestrittene Theme. Jeder hat seine Methode. Deshalb muss ich betonen, dass was ich hier zeige, nur meine jahrelang erprobte Methode ist.

Die erste und vielleicht wichtigste Voraussetzung für eine gute Bemalung: die Fläche!

Wir müssen uns verständigen, sogar einreden: die Farbe deckt nicht die Fehler darunter ab! Nein! Sie betont sie sogar!

Holzuntergrund

Der muss mit den feinsten Schmirgelpapieren geschliffen werden! Nach dem Abstauben behandle ich die Flächen zuerst mit Holzöl bzw. Hartöl. Nach einiger Tagen Trocknung kommt wieder ein bisschen Schleifen, ganz fein und locker mit der Hand.Auf  die so vorbehandelte Flächen trage ich so viel Acrylfarbschichten auf, wie viel notwendig ist. Aber wie viel ist notwendig? Gute Frage. Es ist eindeutig, dass auf dunkle Beplankung helle Farben aufzutragen mehrere Schichten verlangen, als auf hellere Beplankung dunklere Farben! Ich verstehe deswegen nicht ganz die Konzept der Baukastenfirmen, die für die obere Beplankung fast immer Nussbaumleisten beilegen. Dabei muss man bei “Victory Gelb” minimum 3 Schichten auftragen, damit die Farbe deckt!

Wenn wir aber Schrats bauen, dann können vir vorausplanen und die untere Beplankung so planen, dass unter die spätere Farbschichten immer eben die geeignete Holzleisten – mal helle mal dunkle – anbringen.

Wenn die Farbe getrocknet ist, dann lackiere ich die Flächen mit Marabu Seidenmattlack – mit Pinsel! – Spray mag ich nicht – 2-3-mal. Das Lack bildet eine genug harte Fläche, dass man darauf mit Gel-Sekundenkleber die Zierraten aufkleben kann. Die halten!

Auf die hintere Fläche der Zierraten trage ich den Kleber dünn mit Zahnstocher auf. Wenn man unsicher ist, dann kann man eine Art Secundenkleber benutzen, dessen offene Zeit ein bisschen länger ist, also gibt´s Möglichkeit zu korrigieren. Etwaige Klebertropfen die seitlich rauskommen, muss man gleich und schnell mit einem Zahnstocher bzw. Ohrenputzer mit Wattebausch entfernen.

Ich war mit meinen selbstgefertigten Girlanden mehr als zufrieden! Es ist mir gelungen sie schön plastisch zu gestalten. Obwohl es viel Arbeit verlangt hat, doch konnte ich die gewölbte Konturen der Ranken und Blümchen schön(er) darstellen, die mit gelaserten oder geätzten Ranken in Serienanfertigung nie gekonnt hätte! Anderseits diese Handarbeit gibt die pittoreske Anmut der damaligen Schnitzereien (wo niemals zwei Schnitzereien gleich waren!) besser zurück, als das beste Serienanfertigung!

Bemalung auf Kunststoff

Nach sorgsamer Reinigung kann man hier auch Acrylfarben benutzen, sowie solche, die für direkt für Kunststofmodellen angeboten werden.

Die Buchstaben

Ich hatte die gleiche Sorgen, wie bei den Girlanden. Ich konnte keine geiegnete Buchstaben finden, die von Höhe und Styl mir gepasst hätten. (Naja, bei meiner angeborene Faulheit versuche ich fast immer zuerst auf Fertigteile zurückzugreifen. Leider hat es hier auch nicht funktioniert!) Was bleibt? Wieder Eigenfertigung. Ich musste alle einzelnen Buchstaben aus 0,5mm Polystirolplatte  mit “mühsamer” Arbeit mit der Skalpell ausschneiden.

Aber was soll´s?

Wer in seiner Schiffsmodelbauerlaufbahn nicht wenigstens halbwegs ein Perfectionist sein will, (ob es ihm gelingt oder nicht) der kann lieber ins Kino oder in die Kneipe gehen.

Bis auf weiteres – Godewind – Flamenco


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Flämische Galeone 1593 – Der Bau – Teil3

2010. május 30. vasárnap Nincsenek hozzászólások

Exkurs: Darstellung der Planken auf einem Modell
Wir haben schon davon gesprochen, dass die Planken zw. der Berghölzer paralell mit denen gelaufen sind.

Ich möchte jetzt von der Befestigung der Planken und Berghölzer bei den echten Schiffen sprechen.

Die Planken – abgesehen von einigen Ausnahmen, wie. z.B. französische Galeeren – sind niemals genagelt worden, sondern mit Hartholzzapfen befestigt. Die Zapfen – Länge 30-40cm, Durchmesser 3-6cm – waren ein bisschen kegelig geschnitzt und in die vorgebohrte Löcher eng eingehammert. Die ausstehende “Köpfe” wurden abgeschnizt oder abgehobelt. In vielen Fällen hat man auch  diese große Zapfen aufgebohrt und in die Löcher kleinere Zapfen eingehammert. Die kleinere Zapfen hatten die grössere “ausgedehnt” und so sie enger und kräftiger zur Innenwand der Löcher gepresst.

Zapfen

1.- Spant; 2- Planke; 3.- Grosser Zapfen; 4.- Kleiner Zapfen

In dem Fall, wenn die Planken genagelt worden waren, hat man die Nägelköpfe auch in die Planken eingesenkt und die Bohrlöcher mit kurzen Zapfen geschlossen, also die eiserne Nägelköpfe waren nicht sichtbar.

Die Berghölzer waren auch nicht genagelt. Sie waren mit langen Eisenstiften befestigt, die durch die ganzen Bordwand durchgegangen sind und innen auf viereckige Unterlagescheiben angenietet. Die Köpfe dieser Stiften auf dem Modell werden mit kleinen Nägel dargestellt, wobei wir beachten sollen, dass die Köpfe in 1:50 nicht grösser als 1,5 mm sein darf.

Und jetzt die grosse Frage: soll man die Zapfen auf der Aussenhaut darstellen? Dabei teilen sich sehr die Meinungen. Es gibt Modellbauer die in ein 1:50 Modell fast alle Zapfen reinstopfen.

Holländischer Zweidecker

Ich persönlich halte sovas ein bisschen übertrieben. Ich sage Euch gleich warum.

1.- Weil die aussere Beplankung auch kalfatert war, nach der Logik sollte auch die Kalfaterung hier dargestellt werden.
2.- Der Rumpf unter der KWL war früher geteert später weiß bestrichen bzw. gekalkt.
3.- Über der KWL war er in allgemeinen geteert bzw. gestrichen.

Also bei echten Schiffen dürften die “Zapfenköpfe” kaum sichtbar sein, im besten Fall vielleicht ganz von der Nähe betrachtet.

Meinerseits finde ich noch hässlicher, wenn die Köpfe auf dunklere Planken hell, oder umgekehrt auf hellen Planken dunkel dargestellt sind. Dann sieht der Rumpf so aus, wie ein rasierter Igel.

Bei reiner Werftmodellen könnte die Sache so vielleicht hinhauen, aber nicht bei einem aufgetakelten Modell, wie ich die meine Baue. Aber es ist teilweise auch Geschmacksache. Andere können sicher ihre abweichende Meinungen mit anderen Argumenten unterstützen.

Bei den Decksbeplankung sieht die Sache anders aus. Die Decksplanken waren meistens aus hellen Hölzer gefertigt – z.B. aus nordischen Kiefer. Natürlich haben sie sich mit der Zeit und Witterung später verdunkelt. Nicht aber bei der englischen Marine, wo die Decksplanken täglich mit den “Bibeln” ( ziegelähnliche Sandsteinblöcke) gescheuert worden waren. Das ist wiederum eine Diskussionsthema.

Meine Meinung nach dürfen wir für die Decksbeplankung Kiefer, Ahorn, helleres Birne sowie in den Baukästen gelieferte billige Ramin und Tanganjika benutzen, aber dunkles Nussbaum kaum und Mahagoni überhaupt nicht.

Bekannte Methoden für die Darstellung der Deckskalfeterung:

  • Bei einfacheren Modellen: mit Bleistift oder mit Tusche (Rotring) aufzeichnen
  • 10-12 oder mehrere Leisten mit Klammer zusammenheften und die Kantflächen schwarz oder dunkelbraun streichen
  • die Kanten der Leisten mit Filzstift einzeln bemalen – es sieht zwar umständlich aus, aber es geht schnell
  • die einzelnen Leisten mit der Kante auf ein 0,2-0,3mm Fotokarton kleben und den Rest der Karton rundherum abschneiden

Methoden für die Darstellung der Zapfenköpfe:

  • Einfache: mit Bleischtift oder Tusche
  • Sackbohrungen bohren, in die Löcher schwarze Bienenwachs eintropfen lassen, den Rest oben abkratzen. Aus Neugier einmal probiert: wird sehr hässlich! Ich empfehle es nicht.
  • 0,8-1 mm Bohrungen bohren. Ein Haufen Zahnstocher einige Tage lang in dunkle Beize bewässern, nach der Trocknung die Spitzen in die Löcher kleben, danach den Rest abschneiden und abschleifen (Fotos später bei der Prince)

Decksbeplankung

Die Back

Das “Erdgeschoss” der zweistöckigen Back, d.h. der vorderen Teil des Hauptdecks vor dem Kuhl und unter der Backdeck:

"Erdgeschoss" Back1

"Erdgeschoss" Back2

14.- Galion
15.- Kajüte des Profos
16.- Eingang vom Galion
18.- Hinterer Schott der Back
17.-17a.- Knecht und Block der Vorfallkardeel. Davon möchte ich ein bisschen detailirter sprechen: – die Kardeel muss schon jetzt eingefädelt werden, später geht´s nicht!  – und wir müssen folgendes überlegen: wenn der Vorsegelrah auf dem Modell aufgezogen ist, dann  wie lang muss die Kardeel sein? Bedenke: wenn die Weite  zw. Rah und Galion 20 cm, dann – wenn die Rah untergefiert ist diese Länge 6×20 cm d.h. 120 cm    + noch etwas bis zum Spill. Diese Länge muss man neben dem Knecht plazieren bzw. aufrollen.

Das 1. Geschoss der Back.

Hier stehen 4 Falkons auf Gleitlafetten und in der Mitte eine  Treppe auf das eigentliche Backdeck sowie in den Fenstern Drehbüchsen.

Frontschott Back

Hinterschott Back

Die Schottwände sind aus 2 mm Sperrholz, die Türen aus 1,5 mm Sperrholz mit Scharnieren beweglich, Die Rahmen der Türe aus 2 mm Ahornblättchen, die Fensterrahmen aus 1mm Buchsbaum. Von der Herstellung der Ranken bzw. Zierraten spreche ich später.

Halbdeck

Das Halbdeck ist wie die Back zweistöckig. Zuerst fertigen wir die Schottwände und befestigen sie.

Halbdeck1

20.- Unteres Vorderschott, davor die Mastbeting
21.- Das vordere Schott des Vorräumes der Großkajüte
22.- Das hintere Schott der Großkajüte

Das Hauptdeck unter dem Halbdeck in Draufsicht

Halbdeck2

1.- Unteres VorderschotT (Nr.20 oben)
2.- Das untere Schott des Vorräumes der Großkajüte (Nr.21 oben)
3.- Niedergänge
4.- Knecht der Grossfallkardeel
5.- Oberer Teil des großen Spills
6.- Die Grossfallkardeel
7.- Luke des Besanmastes
8.- Lafetten
9.- Niedergangsreling

Zwei weitere Bilder von gleichem Bereich:

Nun, wenn wir jetzt noch weiter nach hinten gehen würden, dann befänden wir uns im Vorraum der Großkajüte. Dieser Bereich überhaupt nicht sichtbar uns deswegen nicht ausgebaut. Hier befänden sich beidseitig die Dielen die gleichzeitig als  Kajüte für dem Schreiber und dem Kapitänsstewards dienten. Ausserdem gibt´s noch BB eine Treppe für den Kapitän, wenn er nach oben gehen wollte.

Draufsicht

103.- Kapitänskajüte und Offiziermesse
104.- Schlafraum des Kaptäns
105.- Garderobe – Kleiderschrank des Kapitäns sowie Waschbecken der Offiziere, in der Mitte das Werbel
106.- Diele,  gleichzeitig die Kajüte des Schreibers
107.- Diele, gleichzeitig die Kajüte des Stewards

  • 102.10 – Zwei “Freiluftklos” auf der Galerie unter dem aufklappbaren Sitz der Bänke
  • 103.4 – Zwei Klos in der Gr0ßkajüte unter dem aufklappbaren Sitz der gepolsterten Bänke

Das Wesentliche für uns hier ist, dass hir befindet sich der Kolderstock. Natürlich musste unbedingt der Steuer funktionieren.

Kolderstock von achtern

Kolderstock von vorne

Und bevor ich vorsetze eine Bemerkung: die am interessanteste und am “genüsslichste” Bereiche des Schiffsmodellbau:

  • “Puppenhausbau”, d.h. der Ausbau der Kajüten
  • Die Fertigung der Zierraten: Ranken, Reliefs, Statuenchen usw.
  • Die Takelage
  • Gegebenfalls die Bemalung der Segel

Die Grosskajüte

Die Planung und den Bau der Grosskajüte zu erzählen würde zu lange dauern. Klar, deren Einrichtung würde sicherlich nicht 100% autentisch, umso mehr, weil noch das auch zweifelhaft ist, dass es das Schiff überhapupt gab. Trotzdem  bemühte ich mich möglichst das beste daraus zu machen. Zwar von der Representationskajüten dieser Zeit nur die Vasa und teilweise das Modell von dem holländischen Zweidecker geben uns einen kleinen Hauch. Aber es hilft uns weiter, wenn wir die Möbelstile bzw. Einrichtungsstile der Ära studieren – Renaissance und Barock. Warum hätte man diese Stile nicht vom Festland für Representationskajüten übernommen sollen? Die Kapitäne und Oberoffiziere stammten meistens aus dem Adel. Die eigentliche Schiffsführung wurde im Wesentlichen qualifierzierten Unteroffiziere – nämlich dem Schiffer, dem Segelmeister und dem Obersteuermann zugeteilt.

Ich will mich hier nicht weiter in der Theorie vertiefen.

Hauptsache: Langsam hatte ich eine Vorstellung, wie meine Grosskajüte aussehen soll:  An der Frontwand eine Kredenz bzw. Wandschrank, mit den Türen nach vorne, beidseitig Gemälde von Schiffen und berühmten Persönlickeiten. Im Achternschott eine Zweiflügeltür, daneben je 2 Fenster. Vor dem Schott gepolsterte Bänke, darin versteckt die 2 Klos. In der Mitte der Kajüte ein grosser Tisch mit 8-12 Stühlen, wo der Kapitän representiert hat und wo die Oberoffiziere speisten. Ich habe so herumgespielt mit dem Wandschrank und der Gestaltung der Seitenwände. Dann bemerkte ich irgendwann, dass zu der “eleganten” Einrichtung passt nicht eine einfache Plankendiele. Schnell habe ich einen Intarsienboden entworfen und dazu auch noch einen Intarsientisch, gesagt: Wenn schon Hase, dann muss sie fettig und dick sein!

Das Ergebniss sieht so aus:

Wandschrank

Wand BB

Wand SB

Achterwand

Tisch mit Stühlen



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Flämische Galeone 1593 – Der Bau – Teil2

2010. május 13. csütörtök Nincsenek hozzászólások

Das Hauptdeck

Der Bau des Hauptdecks  fängt mit dem Einbau der Decksbalken sowie der die Balken unterstützenden  Säulen an, wobei die Öffnungen und Niedergänge berüchsichtigt werden müssen.

Hauptdeck1

1.- Vorsteven
2.- Dreischeibiger Knecht für die Vorfallkardeel
3.- Fuß des Sprietmastes.  Weil bei Schiffen dieser Ära der Fuß des Fockmastes ung. in der Mitte der Vorstevenlänge gestanden ist, war es unmöglich das  Bugspriet vor dem Fockmast in der Achsenlinie des Schiffs zu befestigen. Deshalb hat man das Bugspriet SB neben dem Fockmast geführt und dessen Fuß in eine Art Rahmenwerk befestigt. Das aussere Ende des Bugspriets musste aber in der Achsenlinie des Schiffs stehen.
4.- Das kleine Spill
5.- Vordere Niedergänge

Ffedélzet2

Hauptdeck2

6.- Das große doppelte Spill
7.- Hintere Niedergänge
8.- Dreischebiger Knecht für die Großfallkardeel

Hauptdeck3

9.-  Ladeluken

Hauptdeck4

10.-  Provisorisches Steuerblatt
11.- Ruderpinne
12.- Lager des Kolderstocks – Werbel
13.- Kolderstock

Die Funktion des Kolderstocks:

Funktion des Kolderstocks

Bevor wir anfangen das Hauptdeck zu beplanken, muss noch das Kabelaar eingefädelt werden.

Kabelaar

Weil das 12-15 cm dicke – in vielen Fällen  geteerte  – Ankerkabel nicht um das Spill gewickelt werden konnten und weil die Öffnung des Kabelraumes sich immer vor dem Spill befand, benutzte man ein endloses Behelfstau, das sog. Kabelaar, das  mit 3-4 Gewinde um das Spill gewickelt wurde. Das Kabel und das Kabelaar hinter dem Bug wurden mit kürzeren Seilstücken zusammengebunden und vor der Kabelluke wieder gelöst. Mühsame und langsame Methode.

Das Kabelaar der Victory

Kabel und Kabelaar auf der Victory

Die Beplankung des Hauptdecks…

… habe ich aus 2×6 mm Ahornleisten gefertigt. Für die Imitation der Kalfaterung habe ich 0,2 mm Fotokarton benutzt.

Beplankung Hauptdeck

Die Decksplanken waren nach einem System nebeneinander angebracht. Die Länge der einzelnen Planken allg. 6m, die Breite 25-30cm war.

Verlegen der Decksplanken

Die untere Beplankung

Paralell mit den obigen Arbeiten habe ich angefangen die untere Beplankung aufzubringen aus 2×6 mm Ahornleisten.

Untere Beplankung1

Danach habe ich den Rumf wieder auf den Kopf gestellt, um die untere Beplankung fertigzustellen.

Untere Beplankung2

(Die Fertigung der falschen Sponung siehe bei der Prince Royal.)

Die obere Beplankung

Vor dem Aufkleben der obere Beplankung muss natürlich die untere Beplankung vollkommen frei von Beulen und Buckel sein sowie ganz glatt geschliffen werden. (Davon werde ich detalierter bei der Prince Royal schreiben.) Nach dem Schliff habe ich auf den Rumpf den Lauf der drei unteren Bergholz aufgezeichnet und auf die Plätze der künftigen Berghölzer unterschiedlich breite Birnenfurnier aufgeklebt. Weil die Breite der Belghölzer nach oben immer kleiner wird, 6; 5,5 und 5 mm breite Streifen. Die zw. der Berghölzer liegende Flächenräume habe ich mit 120mm lange und unterschiedlic breite, 0,6 mm Nussbaumfurnier beplankt. Diese Planken wurden auch nach einem System befestigt.

Verlegen der ausseren Planken

Danach habe ich die 2-2 untere Berghölzer aus 2×6 und 2×5,5 mm Kiferleisten befestigt und ähnlich ging es weiter nach oben.  Ich zeichnete die KWL auf und gepinselte den Rumpf darunter blauweiß. Die untere 2-2 Berghölzer wurden mit Nägel und teerschwarzfarbige Strich versehen.

Leider habe ich von dieser Phase des Baus keine Detailfotos.

Obere Beplankung

Das Hauptdeck

Als ich mit dem unteren Teil der Beplankung fertig geworden bin, habe ich dann den Ausbau des Hauptdeck vorgesetzt zusammen mit der Gestaltung des Galions sowie dem Vorderschott der Back.

Galion

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Flämische Galeone 1593 – Der Bau – Teil1

2010. május 4. kedd Nincsenek hozzászólások

Ich lasse zuerst vorausgehen, dass ich hier nicht  die Darstellung und Erklärung der kleinsten Bautechnischen Tricks vertiefen will. Detailliert werde ich dort sein, wo ich von der Lösung solcher Problemen berichte, die mir auch Kopfzerbrechen verursacht haben, – z.B. die Konstruktion und Gestaltung der Galerie sowie des Rahmenwerkes für die rote Persenning, aber auch der Mastkörbe.

Nachdem ich gerade die Prince Royal baue und beabsichtige auch davon einen Baubericht zu schreiben, es wird oftmals vorkommen, dass das was ich in einem Bericht schon einmal geschrieben habe, im anderen nicht mehr wiederhole, sondern nur verweise darauf.

Der Rumpfbau

Der Rumpfbau eines beplankten Modells ist nicht so kompliziert, wie der Bau eines sog. Admiralty -Modells. Trotzdem müssen die Schritte zum Bau eines solchen Modells gründlich überlegt werden. Hierbei müssen eine Menge Konstruktionszeichnungen erstellt werden. Da die Spantbauweise schon sehr oft beschrieben worden ist, möchte ich das Thema nicht detailliert vertiefen.

Kiel und Steven

Die sog. Kielplatte habe ich aus 8 mm dickem Sperrholz gefertigt. Die Dicke des fertigen Kiels wird im weiteren Bau aber auf 11 mm erhöht, aber davon später.

Die Spanten

Die Spanten bestehen auch aus 6 mm Sperrholz. Bei meiner Rekonstruktion habe ich einen Spantabstand von 16 mm angenommen, d.h. beim Original wären die Achsen der Spanten 80 cm voneinander entfernt, die Breite wäre 50 cm und der Abstand zwischen den Spanten 30 cm. Ich habe für mein Modell jeden zweiten Spant als Bauspant vorgesehen, d.h. der Achsabstand der Bauspanten beträgt 32 mm.
Damit erhalte ich 24 Bauspanten und 10 Halbspanten am Heck. Nach dem Spantenriss müssen jetzt bei jedem einzelnen Bauspant die Spantenbreite bzw. die Spantentiefe, sowie die Decksbalken und die Knie eingezeichnet bzw. konstruiert werden.

Die Spantentiefe

Bei einem damaligen Kriegschiff betrug die “Bordwandtiefe” bei der größten Breite ca. 60 – 70 cm, zieht man davon für die Dicke der äußeren Planken 10 – 12 cm und die der inneren Planken 6 – 8 cm ab, erhält man für Spantentiefe zwischen 46 cm und 50 cm. Das sind im Maßstab 1/50 8,8 mm; darunter wird die Spantentiefe größer, darüber kleiner.

Die Deckswölbung

Die Höhe des Decksbalkenbogens in der Mitte ist 1/24 bis 1/50 Decksbalkenlänge. Sie hängt vom Schiffstyp sowie von der Zeit ab. Diese Höhe war bei den älteren Schebecken extrem groß , bei den modernen Segelschiffen des 19. Jhdt. kaum 1/50 oder noch weniger.
Bei den älteren Schebecken war die Deckswölbung extrem groß, so dass beidseitig Hilfsdecks eingebaut werden mußten, damit die Kanonen waagerecht stehen konnten.

Querschnitt einer Schebecke

Manchmal sogar waren die Daten nicht ganz eindeutig. Z.B. bei der französischen La Couronne, wo die Originalzeichnung des Hauptspantes eine genauso extreme Deckswölbung zeigt, wie bei der Schebecke, was aber kaum glaubhaft ist.

E.Paris schreibt dazu:
“Für die Decksbucht wird angegeben, dass ein Kreisbogen abc mit dem Radius 2BD ( größte Breite ) geschlagen werden soll, wie in der Zeichnung durch die gestrichelte Linie angegeben. An den Schiffsseiten entstünde dadurch eine Schräge, die den Erfordernissen der Geschützbedienung widerspricht.”

Damit hätte auch diese Konstruktion für den Atlantik jene Nachbildung der Mittelmeer-Gewonheiten aufgewiesen, die auf den Schebecken zusätzliche hochlliegende Seitenplattformen als Geschützträger notwendig machte. Deshalb wurde eine andere Regel aus demselben Buch angewandt und eine Bucht von 10 Zoll auf 20 Fuß (Balken)Länge oder 1/24 angesetzt, wie in der Zeichnung durch die Vollinien ab?c angegeben.

Querschnitt der Couronne

Es erschien mir aber noch immer zu groß, deshalb habe ich die Wölbung auf 1/40 genommen.

Glücklicherweise sind die Radien bei allen Balken gleich, so dass wir nur eine Wölbung konstruieren müssen. Und so geht es:
– Wir nehmen ein Stück Karton, noch besser eine Polystyrolplatte
– ziehen eine 250 mm lange Gerade
– auf in der Mitte senkrecht gezeichnete Linie 250/40= 6,25 mm aufmessen
– den Bogen zeichnen
– Ausschneiden der Schablone

Decksbogenschablone

Für diejenigen, die gerne Schiffsrisse zeichnen – bzw. zeichnen möchten – ein Trick:
Die langen, flachen Bögen vieler Risse können wir mit den normalen Kurvenlinealen nicht aufzeichnen.
Die Lösung:
– Auf einem Zeichnenbrett befestigen wir eine 0,5 mm dicke Eisenblechplatte – möglicherweise bemalt oder verzinkt – und darauf die Zeichnung.
– Aus der Tür eines alten Kühlschrank reissen wir die Magnetgummibänder aus. Mit deren Hilfe können wir schöne Bogen ziehen.

Konstruktion eines Bauspantes

Konstruktion eines Bauspantes

  1. Der Spant wird aus 6mm Sperrholz aufgebaut.
  2. Diese Bereiche müssen ausgesägt werden.
  3. Die Knie werden aus einem zweiten Brettchen ausgesägt und an die Spantform angepasst.
  4. Die Decksbalken
  5. An diese Stelle werden die Decksbalken von den Spanten getrennt (Die Knie dürfen noch nicht angeklebt werden! Bei den echten Schiffen sind die sog. stehenden bzw. hängenden Knie von innen auf die innere Beplankung befestigt. Meine hiesige Methode ist konstruktionsbedingt, trotzdem muss ich erwähnen, dass bei der Prince Royal schon anderswie gemacht habe.)
  6. 1,9mm Bohrung zur Befestigung der Kniee an die Spanten und Decksbalken

Nach diesem Schema werden alle Spanten vorbereitet.

Der Spantenbau bzw. Rahmenwerk

Von der Zusammenstellung des Spantenbaus leider habe ich leider keine frühere Fotos.  Ich benutze hier deshalb die Fotos von dem Spantenbau der Prince Royal.

Spantenbau der Prince1

Spantenbau der Prince2

Bei der Prince habe ich dann gleich angefangen die erste Beplankung aufzukleben. Anders bei der Galeone, wobei ich zuerst den Rahmenwerk auf den Fuß gestellt.

Spantenbau der flämischen Galeone

Die Lage der unteren Stückpforten wird aufgemessen und die Trempelrahmen eingebaut.  Anschließend werden die Knie für die Hauptdecksbalken mit Zapfen und Kleber befestigt.

Einbau der Trempelrahmen

Es gibt unterschiedliche Methoden für den Einbau der Trempelrahmen. Hier habe ich die Trempelrahmen vor der Beplankung eingebaut, dagegen bei der Prince nach der Beplankung. Beide Methoden haben Vorteile und Nachteile.

Der untere Spiegel

Man muss auch den schon vorbereiteten unteren Spiegel am Ende der Kielplatte befestigen, noch vor der Beplankung, weil die auslaufende Leistenenden auf den Seiten des Spiegels auflegen.

Unterer Spiegel

Ausbau des Batteriedecks

Wir beplanken das Batteriedeck, bauen die Deckseinrichtungen und die innere Beplankungen ein.
So sieht soweit fertig das Batteriedeck von vorne nach achtern,  aus:

Batteriedeck1

  1. das erhöhte Vorderdeckeck am Bug – beplankt mit 6 x 2 mm Ahornleisten
  2. das mittlere Deck wird aus mehreren Teilen zusammengebaut; zuerst werden die Scherstöcke (Nr. 2a) aus 12 x 3 mm Leisten aufgenagelt (die Scherstöcke sind 2 dickere und breitere Planken, die parallel zur Mittelachse verlaufen; sie bilden sozusagen einen Rahmen für die Ladeluken, Grätings und die Untergänge), anschließend werden die Decksteile rechts und links neben der Scherstöcke aus 1,5 mm Sperrholz ausgesägt, mit 6 x 0,6 mm Ahornfurnier beplankt und anschliessend befestigt (die Planken des Batteriedecks waren bei vielen Schiffen nicht kalfatert).
  3. Untergang
  4. Ankerbeting
  5. Grätings der Kombüse
  6. Lager des kleinen Spills
  7. Grätings der Schmiede bzw. des Krankenraumes.
  8. Untergänge
  9. Abdeckung, bzw. Deckel des Hauptladeraumes
  10. Knie

Batteriedeck2

11.- Pumpen
12.- Kragen des Hauptmastfußes
13.- Deckel der Kugelracks
14.- Niedergänge
15.-Lager des großen Spills
16.-Niedergänge

Batteriedeck3

17.- Hinteres erhöhtes Batteriedeck
18.- Fuß des Beasanmastes
19.- Tieferliegendes Heckdeck für die unteren Heckkanonen
20.- Niedergang zum Handwaffenlager
21.-Deckel für den hinteren Trimmlager (Kugelrack)
22.- Tür der Konstablerkammer
23.- Treppe zur Konstablerkammer
24.- Treppen auf das hinteren Batteriedeck
25.- Innere Beplankung
26.- Spiegel
27.- Hintersteven
28.- Untere Heckkanonen – 2 Kulverin, 18 Pf.
29.- Unter der Nr.29 – 2 enge Kammer für die Konstaplermaaten
30.-Decksbalken der inneren Geschützgalerie

Die innere Geschützgalerie

Unter der Großkajüte gab´s eine innere Galerie, wo 4 kleine Falcons auf Gleitlafetten standen.

Die innere Galerie

31.- Das Deck der inneren Galerie
32.- Querreling,  gleich dient sie auch als Leuwagen
33.- Gleitlafetten

Damit es besser verständlich wird, sehen wir uns ein Detail vom Längschnitt an:

Hosszmetszet

43.- Tieferliegendes Heckdeck
81.- Die innere Galerie
103.- Die Großkajüte

Als nächstes werden die Lafetten der Batteriegeschütze befestigt. Nach dem Plan lagen die folgende Geschütze auf dem Batteriedeck:

  • Bug – 2 St. Kulverin Drake , 18 Pf. , 2,6 m lang ( Die sog. Draketypen waren kürzer. )
  • Mitteldeck – 14 St. Kulverin Drake, 18 Pf. , 3 m lang
  • Heckdeck – 2 St Kulverin, 18 Pf, 3,2 m lang

Auf dem Modell sind alle 64 mm lang. Zur  Takelung der Geschütze habe ich hier unten nur die Broktaue angebracht. Wenn wir die Lafetten befestigt haben,  können wir mit dem Bau weiter nach oben gehen, also die Decksbalken des Hauptdecks anbauen.

Lafetten und Decksbalken

Flämische Galeone 1593 – Geschichte und Rekonstruktion

2010. április 26. hétfő 1 hozzászólás

Oder: Wieviel Zeit und Geduld benötigt man für den Bau eines besonderen Modells?

Es ist mittlerweile etwa 30 Jahre her, dass ich mir das Buch “Das Schiff” von Björn Landström gekauft habe. Tagelang bewunderte ich die vielen, bunten, farbigen Abbildungen der Schiffe. Von welchem Vorbild soll ich ein Modell bauen; Great Harry, Galeere La Reale, Royal Prince, Royal Sovereign of the Seas, St. Louis?
Letztendlich fiel meine Wahl auf die Die Flämische Galeone, 1593, die auf den Seiten 124 – 125 abgebildet worden ist. Leider es ist nur eine Seitenansicht; wunderbar bunte, um nicht zu sagen “kitschige” Renaissance-Zierden und -Ranken.


Schon damals hatte ich mich mit dem Bazillus der besonderen und exotischen Schiffe – über die französische Schebecke und die arabische Ghanja – angesteckt. HMS Victory und Golden Hind werden von von fast allen Modellbauern gebaut. Diese Aussage soll keine Abwertung sein! Nur eine Tatsachenfeststellung!
Die Welt ist voll mit mehr als 100.000 schlechter und schlechtester Modelle dieser Vorbilder – meine Anfängermodelle inbegriffen. Warum nicht lieber ein außergewöhnliches Vorbild suchen? Obwohl die französische Schebecke damals, 1972, nur in Ungarn exotisch war, nicht aber in den Länder oder bei der Nationen, die selber auf eine vielhundertjährige Schiffsbau-geschichtliche Tradition zurückblicken können! Die schöne, bunte Abbildung hat eine Maßstabsleiste, durch die klar wird, dass es sich bei der Galeone um ein ziemlich großes Schiff handelt (Rote Latte: Meter, Schwarze Latte: Fuß) Und ich habe mich wieder angesteckt.
Es gibt ein Originalmodell von 1593 im Museo Naval, Madrid, nach dem auch Herr Landström seine Seitenansicht gezeichnet hat. Leider ist es ein Votivschiff, also nicht maßstabgetreu. Es wurde zum Aufhängen gebaut; das reale Schiff wäre viel zu schmal, die Schiffseiten und die Bemastung sind viel zu hoch. Ich habe damals dem Museum geschrieben. Sie haben mir zwei Fotos geschickt und die Geschichte des Modells, aber sie hatten keine Risse. Nach mehrmonatigem Briefwechsel mit anderen Museen war klar: es gibt keine Risse.

Das Originalmodell

Heck des Originalmodells

Auf beiden Bildern ist gut zu sehen, dass die Proportionen des Modells nicht stimmen (siehe hierzu auch: Das Vorbild – weiter unten).
Nachdem ich damals schon zwei Golden Hind, eine Mayflower sowie eine Revenge und eine halbfertige französische Schebecke – abgesehen von vielen Kunststoffmodellen – gebaut hatte, fühlte ich mich gut genug, als “Experte” für Galeonen. Wenn es anders nicht geht, dann rekonstruiere ich das Schiff einfach.
Ach, “blauäugige” Selbstsicherheit, um nicht zu sagen, jugendliche Einbildung, hierher mit dem Löwen, aber sofort! Na ja, zum damaligen Zeitpunkt hatte ich schon eine ungarische Galeere von der Donau, aus der Zeit König Àrpáds, rekonstruiert. Die Risse habe ich einem Museum für 15000 Ft. verkauft, als mein Monatsgehalt ung. 5000 Ft. war.

Die Rekonstruktion

Zuerst habe ich das Bild aus dem Landström-Buch auf 1 : 50 vergrößert. Gezeichnet habe ich auf einem Zeichenbrett mit Zirkel und Lineal; die Berechnungen erfolgten mit dem Rechenschieber – Rechenmaschinen und Kopiergeräte gab es noch nicht. Die erste Zeichnung habe ich noch ohne Zierraten und Ranken erstellt.
Wie weiter? Was ist mit den Spantenrissen? Einfach!?
Ich habe die Risse der Revenge von Hoeckel genommen, deren Seitenansicht habe ich bei dem Hauptspant geschnitten, da die Ansicht der Revenge kürzer war, als die der Flämischen Galeone. Den vorderen Teil der – in zwei Hälften geschnittenen – Seitenansicht habe ich bei dem Vorsteven, den hinteren Teil bei dem Hintersteven auf die Seitenansicht der Flämischen Galeone angepasst aufgelegt. So hatte ich die Spanteneinteilung und die Spanten. Die fehlende mittlere Spanten habe ich nach “Gefühl” gezeichnet – PI x Daumen.
Ich weiß nicht mehr, wie viele Stunden ich dafür gebraucht habe.
Dann kam die erste bittere Enttäuschung! Die Spanten der Revenge von Hoeckel sind viel zu schmal, besser gesagt, nach oben sind sie nicht genügend eingezogen. Auf der Originalzeichnung von M. Baker befinden sich ähnliche “schmale” Spanten, aber dem widerspricht das Manuskript – “Abhandlung vom Schiffsbau 1620” – bei dem die oberen Teile der Spanten ziemlich weit eingezogen sind.
Wie sich später herausgestellt hat, sind auf der Seitenansicht des Buches von Landström die Raumtiefe und damit auch die Tiefgang zu gering ausgefallen. Das sollte auch korrigiert werden. Einige hundert Stunden im Eimer.
Ich hatte meine Lust dazu für gut zwei Jahren verloren. Nach Anschaffung vieler neuer Bücher und Zeichnungen: Der zweite Anlauf. Nach dem Neuzeichnen von ungefähr zehn Spanten: auch nicht gut! Glücklicherweise waren “nur” etwa 100 Stunden umsonst. Dann kam wieder eine lange – lange Pause.
Als ich schon seit vier Jahren in Deutschland lebte, ist mir zufällig das Buch von P. Kirsch “Die Galeonen” in die Hände gefallen. Mit großer Begeisterung habe ich gleich das unten abgebildete 3D-Bild gemalt (70 x 50 cm).

Air-Brush Gemälde

Spantkonstruktion nach der "Abhandlung..."

Auf zum dritten Anlauf – endlich ist die Rekonstruktion gelungen. Sie dauerte etwa drei Jahre. Spanteneinteilung, Spantenkonstruktion, Mallung, Senten usw., die Raumtiefe war größer zu nehmen, und viele – viele Berechnungen und Konstruktionen nach der Abhandlung. Spantenriss, Seitenansicht mit den Zierraten, Längsschnitt mit den Einrichtungen, viele Draufsichten, viele Querschnitte, Bemastung, Besegelung, Takelage, 24 Risse in 1 : 50.
Mit den Details will ich Euch nicht langweilen. Letztendlich bin ich nach vielen, vielen Jahren Arbeit und Forschung 1997 mit den Rissen fertig geworden. Nach weiteren zwei Jahren bin ich 1999 mit der Reinzeichnung der Risse fertig geworden.
Danach habe ich zur Kontrolle meiner Spantenrisse ein kleines Testmodell (Volumenmodell) in 1 : 100 gebaut. Zu meiner großen Zufriedenheit sind alle Planken wunderbar “gelaufen”, d.h. die Wölbung der Planken war nirgendwo “eingefallen” oder bucklig. Ich brauchte die Spantenrisse nirgendwo auszubessern. Was einerseits beweist, dass die aus dem Jahre 1620 stammende Konstruktionsmethode wirklich gut ist. (Obwohl sie auf den ersten Anblick ein bisschen kompliziert erscheint. Wohl wahr, wenn jemand mit der Mathematik und Geometrie auf Kriegsfuß steht – mit 3. und 4. Potenz sowie Wurzel, auch mit Trigonometrie muss man rechnen – , der tut gut daran, wenn er sie nicht ausprobiert – jedenfalls wenn er sich keine große Frustrationen einhandeln will. Geschweige den, dass dem Autor der “Abhandlung ….” hier und da bei den Berechnungen einige Fehler unterlaufen sind, was mir etliche Stunden Kopfzerbrechen gekostet hat.) Anderseits, dass meine Berechnungen sowie Konstruktionen gut gelungen sind.
Mitte 2004 habe ich angefangen das große Modell in 1 : 50 zu bauen und im Dez.2008 bin ich fertig geworden mit dem Bau.

Bugansicht

Querschnitt beim Hauptspant

Heckansicht

Längschnittsdetail

Um Euere Neugier zu erregen: 2 Fotos vom fertigen Modell.

Ansicht von vorne

Spiegel und Galerie

Das Vorbild und die Rekonstruktion einer Galeone nach einem authentischen Museumsmodell.

Im Jahre 1593 haben königstreue Flamen dem damaligen spanischen Kaiser und König, Philipp dem Zweiten, ein schönes Schiffsmodell geschenkt. Dieses befindet sich heute in einem ziemlich guten (oder, wie auch immer, in einem ziemlich ramponierten) Zustand im MUSEO NAVAL in Madrid. Wir können davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen der bedeutendsten Segelschiffstypen seiner Zeit handelt.
Obwohl das Modell in den Inventarien und in der einschlägigen Literatur als Galeone bezeichnet wird, ist es aber eher ein Mischtyp einer schwerfälligen und schwergängigen plumpen Karracke und einer schlanken, wendigen Kriegsgaleone. Von der Karracke hat es die sehr hohen Bordwände und die nach Achtern und in die Höhe ohne Stufen fortlaufend gebogene Relings geerbt, aber ohne das für die Karracken typische, vorragende Vorkastell. Anderseits hat es die längere und schlankere Rumpfform, die nach vorne ausragende Gallion sowie die bessere Besegelung und Takelage einer Galeone.

Das Madrider Modell ist leider nicht maßstabgetreu. Es wurde ähnlich wie die sogenannten Votivschiffe – Kirchenmodelle zur Danksagung – gebaut, gedacht zum Aufhängen und der Betrachtung von unten. In der Längsrichtung ist es sehr schön proportioniert, aber die Bordwände und die Bemastung ragen sehr hoch auf, während das Unterwasserschiff sehr klein und schmal gehalten wird, um einen perspektivischen Ausgleich zu erzielen, wenn man es von unten betrachtet.
Einmalig ist die sehr schöne Verzierung der Bordwände im Stil der Renaissance, viel dekorativer als die einfachen geometrischen Muster der englischen Galeonen, viel filigraner und schöner ausgeführt, als bei der sogenannten Stockholmer Galeone. Beim Originalmodell sind die Bordwände bemalt, nur die achtern herumführende Galeriereling ist geschnitzt. Für den erfahrenen Modellbauer ist jedoch zu empfehlen, auch die Bordwandmotive geschnitzt oder plastisch darzustellen.
Das Modell hat eine ziemlich gemischte Takelage, die vielleicht teilweise darauf zurückzuführen ist, dass durch die Jahrhunderte hier und da beschädigte Takelage ohne Fachkenntnisse ausgebessert worden ist. Trotzdem deutet die Bemastung mit dem Spriet-, Fock-, Groß-, Besan- und Bonaventuramast darauf hin, dass das Modell ein ziemlich großes Schiff seiner Zeit darstellt.

Wie schon gesagt, das Modell ist nicht maßstabgetreu. Die Rekonstruktion anhand des Modells sollte aber ein Schiff darstellen, dessen Proportionen einer damaligen echten Galeonen entsprechen.
Ich konnte leider keine Hinweise darauf finden, ob ein solches Schiff während der Erstellung des Modells gebaut worden ist. Es gibt einige Hinweise in der Fachliteratur, wonach es ein großes flämisches Schiff Namens Le Grand Griffon gegeben haben soll. Auch gibt es einige vom Meersgrund geborgene Geschützrohre, die angeblich einer gleichnamigen großen flämischen Galeonen (die in der spanischen Armada gekämpft hat) bzw. deren Wrack gehören oder gehörten. Es finden sich aber keine Anhaltspunkte, ob dieses Schiff mit dem Modell übereinstimmt.
Dennoch stellt das Modell ein Schiff dar, dessen Typ uns der Flame Pieter Breughel der Ältere in seinen sämtlichen Zeichnungen und Gemälden – wenn auch mit weniger Zierrat – fachmännisch und lebensecht zeigt.

Für die Rekonstruktion verwendete Bezugsquellen:

  • “Abhandlung über dem Schiffsbau um 1620” – anonym Manuskript ohne Titel. Angeblich von Matthew Baker. Nach der Übersetzung von Peter Kirsch im Buch – Die Galeonen.
  • “Mallung nach dem Hauptspant” – Matthew Baker
  • ” Treatise on Rigging 1620″ – Takelage, anonym. Bearbeitung von W.Salisbury
  • “The Seaman ´s Dictionary” – von Sir H.Mainwaring
  • Schiffsdarstellungen von P.Bruegel d.Ä.
  • Modell einer flämischen Galeone – ohne Galerie , Museee de la Marine, Paris

Das pariser Modell

  • Modell “Großer lübecker Adler” – von dem zwar viele behaupten, dass es eine große Hansa Kogge wäre, was schon in sich fraglich, weil das Zeitalter der “wirkliche” oder “ursprüngliche” Koggen um 1530 schon abgelaufen ist. Eigentlich hat die Adler mit den früheren sog. Hansekoggen nichts gemeinsam. Dieses Schiff war der letzte Versuch der Hansa ihre mittlerweile tüchtig verringerte Hegemonye zu retten. Lieber zeigt es eine große Ähnlichkeit mit den flämischen Karracken und Galeonen. – Deutsches Museum, München – und Deutsches Schifffartsmuseum Bremenhafen

Großer lübecker Adler

Hauptmaße ( M 1:1 in Meter / M 1:50 in Milimeter )

  1. Größte Länge – mit Bugspriet und Papagaistock : 67,50/1350
  2. Größte Länge des Rumpfes: 56,25/1125
  3. Länge zw. den Steven: 42,90/858
  4. KWL: 40,00/800
  5. Länge des geraden Kiels: 32,25/645
  6. Größte Breite auf dem Hauptspant: 12,00/240
  7. Raumtiefe: 5,00/100
  8. Verhältniss zw. GB und Kiellänge: 1:2,688
  9. Höhe von der Unterkante Kiel bis zum Flaggenknopf des Hauptmastes: 56,00/1120
  10. Länge der Grossrah: 30,00/600


Flämische Galeone 1593 (deutsch)

2010. április 26. hétfő Nincsenek hozzászólások
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