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2010. november archívuma

Jotika-Victory – Der Bau1

2010. november 21. vasárnap Nincsenek hozzászólások

Anfang Juli habe ich einen Auftrag erhalten eine Jotika-Victory zu bauen. Obwohl ich immer betone, dass ich die Vici überhaupt nicht mag, trotzdem es wird in den letzten 8 Jahren die vierte Victory aus Kasten.

Ich war neugierig auf den Kasten, weil ich schon von der Jotika eine Agamemnon gebaut habe. Obwohl ich den Kasten schon Ende Juli bestellt und bezahlt habe, bekam ich ihn – angeblich wegen Engpass – nur vor 3 Wochen geliefert.

Die erste Eindrücke waren gut. Leider seitdem bin ich ein bisschen enttäuscht. Warum? Es folgt.

Sprechen wir zuerst ein wenig von den Baukastenmodellen.

Ich habe schon hier und da mehrmals erwähnt, dass ich kein Feind und auch kein Freund der Kastenmodelle bin. Man muss aber berücksichtigen, dass bei einem Kastenmodell die Schwierigkeiten ganz anderswo liegen, als bei einem Planbau.

Die Meinung, dass man ein Kastenmodell nur zusammenstecken muss, wie ein Puzzle, hat schon viele Modelllbauer auf die Grenzen der Verrücktheit vertrieben.

Bei dem Bau eines besten Kastenmodell muss man fast zwangsläufig vorerst alles  – von den benutzbaren  Baumethoden angefangen bis zur Baureihenfolge – gründlich überlegen. Wobei die oft unüberlegte, dasss ich nicht sage manchmal sogar unverständliche und immer zu wenige Bauanleitungen nicht gerade hilfreich sind.

Leider hat mich auch die Anleitung dieser Victory sehr enttäuscht! Bei vielen Stellen – und fast immer dort, wo – sagen wir so, wo für Anfänger die Anleitung detailter sein müsste, werden die Probleme wortwörtlich verschwiegen!

Die Modellbaukastenhersteller erzählen uns immer wieder, wie leicht aus ihren Baukästen sogar ein Anfänger mit ganz wenig Werkzeugen wie schöne “autentische” Modelle bauen kann! Aber es nichts anderes, als Geschäftspolitik.

Zitat aus der Bauanletung:

” Obwohl ein Großteil dieser Vorschläge den erfahreneren Modellbauern  schon gut bekannt ist,kann dieser Bausatz – und andere in derselben Serie – auch von weniger erfahrenen Modellbauern gebaut werden, solange ausreichende Informationen zur Verfügung stehen”

Ich finde schon allein diesen Satz einen Witz!

Was heißt – ausreichende Informationen? Die Bauanleitung – meine Meinung nach – überhaupt nicht ausreichend und mit der Genauigkeit der Risse gibt es auch einige Probleme.

Auch für Anfänger geeignet? Weit gefehlt!

Noch ein Zitat:

“Diese Victory wurde wie auch alle unsere anderen Modelle mit modernster CAD/CAM-Technik entworfen. ”

Kann sein. Und gerade deswegen wunderte ich mich, dass einige ausgefräste Teile passten nicht mit den Zeichnungen zusammen! (Davon auch noch später.)  Na ja, bedenke: die Schreibmaschine kann nicht verantwortlich sein für die Tippfehler und die grammatische Fehler einer Sekretärin, oder?

Ich habe mich “seelisch” gut darauf vorbereitet, dass mich hier auch – wie so oft schon andere von mir gebauten Kastenmodellen – noch viele “schöne” Bescherungen erwarten.

Also: was gibt´s im Kasten?

Sperrhölzer: von mittelmässig bis gut, trotzdem besser als bei anderen Firmen. Dass einige doch ein wenig verzogen sind, dass kommt wahrscheinlich vom Eigenschaft der dünnen Sperrhölzer.

Leisten und Rundhölzer: gut

Zierraten aus gegossenem Zinn: wirklich gut! Ich muss hier folgendes erwähnen: bei einigen italianischen Kasten sind die Zinnzierraten ist die Legierung sehr-sehr hart und die Zierraten sind manchmal so dick, dass man von deren Unterseite 2 mm! abschleifen muss!

Geätzte Teile: die sind wahrlich klasse und schön

Taue: gute Qualität, abgesehen davon, dass die für das stehende Gut vorsehene schwarz sind (was wieder eine interessante Diskussiontheme ist: was für Farbe hatte das stehende Gut? Wann, wo und warum gerade so?)

Es tut mir sehr Leid, dass ich z.Z. sehr wenig Zeit habe den Baubericht zu schreiben, obwohl beim Bau schon bei der 2.-ten Beplankung angelangt bin.

Ich bemühe mich meine  selbsterlegte “Hausaufgabe” zu erledigen, trotzdem kann ich mich nicht vervierteilen.

Ich wünsche hiermit für die Agostini-Victory Modellbauer viel-viel Erfolg bei ihren Projekt.

– Ahoi Jungens!

Ich danke Euch Euere Meinungen.

@ Modellbaumechaniker

“Wow, du hast in 20 Jahren 30 modelle aus Baukästen gebaut??!!! Respekt. Die meisten dürften es nicht mal andersrum schaffen”

Ich hätte hier ein bisschen genauer sein sollen. Die Zahl stimmt zwar ung. Aber ich muss noch dazu sagen, dass von den 30 vielleicht 12 waren grössere Modelle, die andere so “goldige” kleine Flitzer, wie z.B. Rattlesnake oder Mars usw.

Ich habe jetzt 40 Jahren Ehrfahrung und Übung. Dazu kommt, dass ich ziemlich schnell und effektiv arbeite und habe eine ziemlich reiche und vollgestopfte Trickskiste. Ich habe irgendwann auch in der Küche angefangen, mich mit der “Schiffsmodellbauepidemie” zu infizieren. Aber dass ist eine sehr lange Geschichte.

Ich hatte damals auch ziemlich wenig Zeit ernshaft zu bauen. Aber meine Träume – Schiffsmodellbauträume – haben mich nie verlassen.

@ Sir Horatio Nelson und Modellbaumechaniker

“Nun habe ich eine Frage: Du hast einen Auftrag erhalten?
Von einer Firma, Bekannten oder vom Hersteller. Das würde mich interressieren. ??”

“Kann mich aber der Frage vom Markus nur anschließen, würde mich auch interessieren von wem du den Auftrag bekommen hast”

Nun, ich habe seit ung. 15 Jahren von einigen Händler die Aufträge bekommen. Vor 2 Jahren aber hatte ich von denen genug. Wir haben in den letzten Jahren immer mehr gestritten,hauptsächlich wegen Geldes. Sie wollten immer mehr absahnen. Irgendwann hatte ich die Nase voll.

Seitdem baue ich nur für Privaten, die von anderen – von Bekannten, von Verwandten  – von mir gehört haben, bzw. sahen eines meiner Modelle. – sozusagen  “Flüsterwerbung”.

Ich habe dem Herbert schon gesagt, es reicht mir, wenn ich järlich 2 Aufträge bekomme, schliesslich möchte ich irgendwann meine Prince Royale auch fertig bauen.

@ Revier

“Gibt es denn merkwürdige Ansichten überhaupt?”

Sicher. Und ich war und bin immer “Ortodox”!

Ich nörgele sogar ziemlich viel, aber nicht nur so aus Sport oder aus L´Art pour L ´Art!

Ich will meine “merkwürdige” Ansichten und Baumethoden nirgendjemand aufzwingen!

Jeder kann so bauen, wie er will! Irgendwann aber kommt vielleicht die Erkenntniss – oder auch nicht – ist diese Bastlerei was ich mache hat wirklich noch was mit Schiffsmodellbau zu tun?

Es ist keine Schande die Tricks der “Erfahreren” abzukupfern, die sogar angeboten werden.

Soviel davon für Heute. Wenn ich ein kleines bisschen mehr Zeit habe(n werde), will ich diesen Bericht weiterschreiben. Der Witz dabei ist – wie fast immer -, dass ich wahrscheinlich schneller baue, als ich die Berichte schreiben kann.

So sah das Modell vor 2 Tagen aus.

Aber in der Zukunft will ich nicht mit den Fotos vorauseilen. Ich werde mich streng nach den Baufasen halten.

Diejeinigen, die mich noch nicht genug kennen und vielleicht mich bzw. meine Modelle näher kennenlernen möchten, verweise auf mein “ungarischen” Blog:

http://szeibel.makettblog.hu/

Godewind

Der Bau – Teil1

Na, dann fangen wir mit dem Bau an.

Vorher möchte ich noch bemerken, dass ich fast nichts so gemacht habe, wie es die Anleitung uns rät. 🙂 Ob warum, das werde ich dort erklären, wi ich was andersherum gemacht habe.

Die Befestigung des Modells

Ihr sollt nicht glauben, dass ich jetzt vorauseile. Ein so grosses Modell braucht eine solide Befestigung. Da die Kielplatte nur 5 mm dick ist, die Anleitung rat uns, in die Kielplatte 2-3  3mm Bohrungen zu bohren und so das Modell in die Bohrungen geklebten Metallstiften auf Säulen oder in eine Art Wiegen zu befestigen. Das aber erschien mir ziemlich gewagt.

Ich befestige meine grösseren Modelle mit M5 Schrauben. Dazu baue ich zuerst in die Kielplatte selbsgefertigte 5x7x15 mm Mutter. Das Problem nur, dass sie 8-9 mm dicke Kielplatte haben. Bei dieser Victory musste ich diese Mutter quer zur Kielplatte einbauen.

1.- Die Nute; 2.- Die Spezialmutter; 3.- Die Seitenplatten

Die aufgeklebten Seitenplatten und eine Probeschraube

Die Kontakte der Beleuchtung

Weil ich dem Kunden versprochen habe in die Kajüten auch eine Beleuchtung zu installieren, musste ich mir schon hier überlegen, wie ich die Kontakte bewerkstellige.

Da das fertige modell auf 3 gedrechselte Säulen aufgestellt wird, die beim Kunden montiert werden müssen, brauchte ich eine zuverlässige Methode. Bei Conrad habe ich die Lösung gefunden. Tamya Goldkontakte 1,5 mm.

Die Büchse davon haben 2,8 mm Aussendurchmesser, b equem um sie in die Kielplatte einzusenken.

1.- Büchse

Die Heling

Die Heling ist eine stinknormale 20 mm dicke Platte. Vorne und hinten je 2  “Winkelhölzer” unterstützen seitlich die Kielplatte.

Die Befestigung der Spanten fange ich in allgemeinen mit dem Hauptspant an. Den stelle ich ganz genau an und die Lage der anderen Spanten bewerkstellige ich mit Abstandhälter.

Hier hat es aber gerade so bequem gegeben, dass der Referenzspant der 15.te geworden ist, den ich genau neben den hinteren Winkelhölzer gestellt habe, die ich mit noch je 2 senkrechte Leisten noch zusätzlich befestigt habe.

Das fertige Gerippe. 15 Stunden.

Der Spiegel

Und ich bin jetzt wieder nicht voreilig. Da ich – wie erwähnt – versprochen habe, eine Beleuchtung zu installieren – musste ich die “Innereien” des Spiegels ein bisschen umgestallten.

Zuerst – vor dem Eibau – habe ich in die 2 innere senkrechte Konsole je 3 Quadratlöcher gesägt. Nach der Zeichnung sind die 4 Konsolen paralell zur Kielplatte. So aber würden sie später vor sämtlichen  Fenster stehen. Kann sein, dass es niemanden stört, wenn die Fenster “geschlossen” dargestellt sind. Wegen der Beleuchtung aber, musste ich alle 4 Konsolen mit Abstandhälter schreg stellen, damit deren Hinterkanten überall zwischen 2 Fenster kommen.

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