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Prince Royal 1610 – Der Bau Teil1

Der Rumpf

Maßstab= 1 :48

Rumpfmaße:

Länge des Rumpfes – von der Oberkante des unteren Spiegels bis zum Oberteil des Vorstevens – ohne die achteren Aufbauten und Gallionschnauze (Gallionscheg) 1030 mm

Breite des Hauptspantes – ohne Beplankung 272 mm

Materialen:

Kielplatte – 8 mm Birkensperrholz, Spanten – 6 mm Birkensperrholz, Untere Beplankung – 1,5×5 mm Lindenleisten

Bauspantenachsenweite – 32 mm

Der Spantenbau bzw. das Gerippe

Alle  Spanten habe ich zuerst nur bis zur Oberkante des Hauptspantes + 20 mm für die Befestigung mit Dekupirsäge ausgesägt. Danach habe ich Die Spanten auf den Heling nacheinander befestigt zusammen mit der Kielplatte.

Spantenbau der Prince -1

Spantenbau der Prince - 2

Die untere Beplankung

Bevor wir die untere Beplankung anbringen,  müssen wir zuerst noch zwei Sachen erledigen.

1.- Die Sponung bzw. falsche Sponung

Eine kleine Theorie dazu:

Die  Kielseiten  im Aufsicht – also die Dicke des Kiels – war(en) nicht gerade, sondern nach vorne und nach achtern wurde immer schmaler und zwar in unterschiedlichen Maßen, aber dieser Unterschied bei einem Model nicht zu wesentlich ist. Die Dicke des Kiels in der Mitte bei dem “Originalschiff” war 650 mm, also bei dem Modell 13 mm. Vorne und achtern aber nur 11-11 mm. Das war also auch die Dicke des Vorsteven und des Achterstevens.

Die Gestaltung der falsche Sponung:

Auf die beiden Steve beidseitig je 1 mm Sperrholz geklebt – 8 mm + 2 mm= 10 mm, dazu kommt später 2×0,5 mm Furnier für die obere Beplankung = 11 mm

Auf den Kiel wieder beidseitig je 2×8 mm Leisten – 8 mm + 4 mm= 12 mm plus 2×0,5 mm= 13 mm

Spantenbau2

2.- Bevor wir die Beplankung anfangen, müssen wir den unteren Spiegel fertigen und auf seinen Platz befestigen, weil die seitliche Beplankungsleisten auf der Seitenkanten des Spiegels auflegen müssen.

Spantenbau3

Die erste Leiste der unteren Beplankung wird in der Höhe der größten Breite des Hauptspantes angebracht. Diese Leiste wird zuerst mit einer Stecknadel auf den Hauptspant drehbar befestigt. Die Leiste wird auf die Spanten überall auf die gleiche Höhe angebracht, d.h. paralell mit dem Helling.

Beplankung - 1

(Übersetzung: Gombostü – Stecknadel, Távolság – Weite bzw. Höhe von dem Helling)

Weil diese erste Leiste um die Stecknadel drehbar ist, kann ich die Kanten der weiteren Spanten nach vorne und nach achtern mit einem kleinen Schleifteller in der Proxxon Bohrmascine abschrägen.

Und wieder ein bisschen Theorie.

Ung. bis 1700 waren die Rumpfkonstruktion und der Rumpfbau auf fast ausschliesslich empirische d.H. praktische Erfahrungen gegründet. Die sog. 3 Radien Spantenkonstuktionsmethode (Abhandlung vom Schiffsbau 1610 – angeblich M. Baker) – aber noch selbst Dean im seinen –  Doctrina – 1670 – benutzt diese Methode mit einigen kleine Verbesserungen und Verfeinerungen, hat bei dem Heck und noch wesenlicher bei dem Bug Schwierigketen verursacht. Diese Problemen müssten dann bei dem praktischen Rumpfbau im Werft ausgerichtet werden. Das Problem ist, dass die Kattspanten genau wegen dieser Methode, also wegen der Magerkeit und der Niedrigkeit der Kattspanten der mittlere Radius einfach verschwindet. Die Vor- und Achtersschiff hatten wegen ihrer Magerkeit zu wenig Auftrieb.

Kein Wunder, dass auch bei den Baukastenmodellen in desen Bereichen ist die Ungenauigkeit so gross ist.

Dieses Problem hat sich auch bei meiner Rekonstruktionen gemeldet, bei der flämischen Galeonen sowie auch bei der Prince Royal, egal, ob ich die Risse auf dem Brett oder mit CAD gezeichnet habe.

So kann es vorkommen, dass vielleicht einige Kattspanten zu dick wedrde, – in diesem Fall muss man etwas wegschleifen, oder umgekehrt, einige Spanten werden zu schmal, – hier muss man diese Spanten ” aufmasten”, d.h. die Spalte zw. Spantkante und Leiste muss ausgefüllt werden, damit man einen schönen Bogen bewerkstelligen kann.

Beplankung - 2

Beim X muss die Spalte ausgefüllt werden.

Von der Beplankung will ich nicht viel schreiben. Die Leisten werden 5-10 min- warmes Wasser gewässert, und auf der Schnauze eines alten Bügeleisen gebogen. Für Kleben benutze ich seit Jahren ausschiesslich nur Gel-Secundenkleber. Schnell, bequem, vielleicht ein bisschen teuer, aber bei Conrad bekommt man eine 20gr Tube für 4,90€. Und so wegbleibt  die Zeitraubende provisorische Befestigung mit Nägel und auch die Trockenzeit des Weißleimes.

Beplankung - 3

Beplankung- 4

Palánk7

Beplankung- 5

Beplankung- 6

Wenn einige Skeptiker fragen würde: wird aus diesen zusammengworfenen Leisten überhaupt irgendwann ein Rumf? – ich kann sie beruhigen: Wird!

Schleifen

Jetzt kommt ein bisschen langweilige Arbeit: das Schleifen

Aber es ist nicht zu gefärlich.

Zuerst mit “noname” Delta-Schleifer – Schleifpapier 80-120 Körnung, dann mit Hand – Papier 160-180 Körnung. Die wenige Spalten können mit Holzpaste ausgefüllt werden.

Schleifen- 1

Schleifen2

Schleifen- 3

Nächstesmal werde ich mit der obere Beplankung fortsetzen.

Godewind


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