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Prince Royal 1610 – Forschung und Rekonstruktion

Vor ung. 2 Jahren, als ich noch die flämische Galeone gebaut habe, fing ich an schon daran zu denken, was  mein nächstes Projekt werden soll. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass ich kein Fan der Dutzendmodellen bin.

Und dann plötzlich hat es eingeschlagen, wie ein Blitz: irgendwann, am Anfang der Siebziger, vor Weihnachten, stand ich in dem ehemaligen Hobbyladen im Budapest auf dem Deák Platz. Ich war begeistert von den gerade gelieferten Kunststoff Schiffsmodellbaukästen. Unter allem gab´s auch einen von der Prince Royal von der Airfix. Seitdem habe ich den nirgendwo mehr gesehen. Leider hatte ich kein Herz, aber hauptsäclich kein Geld ihn zu kaufen. Der hatte nämlich wenige 🙂 480 Ft. gekostet hat damals, als mein Gehalt ung. 2200 Ft. war.

Nun, dann nach diese Errinerung habe ich entschieden dieses Schiff zu bauen.

Ich habe angefangen dem Schiff nachzuforschen, das es gegenüber der flämischen Galeone wirklich gab. Nach einigen Monaten aber fing ich an zu ahnen, dass ich  die Risse dessen Schiff auch selbst zeichnen muss. Ich erwähnte mein Vorhaben mehreren Bekannten, unter allem dem Christian bei der Modellmarine. Er war begeistert, dann haben sich noch zwei weiteren Interessenten gemeldet. Nun, die Leute sammelten mir alle erdenkliche und erreichbare Daten und Bilder, über die ich noch nicht verfügt habe. Ich danke hiermit herzlich dem Christian und dem Markus für ihre Hilfe bei Materialbeschaffung.

Die bekannteste Darstellung von der Prince Royal soll sich auf dem Gemälde von Hendrick Cornelisz Vroom befinden, das im Frans Hals Museum in Harlem ausgestellt ist, mit dem Titel: “Die Ankunft Friedrich der 5te von der Pfalz in Vlissingen am 29.April 1613”. Ich wollte das Modell hauptsächlich nach dieser Darstellung bauen, also im Zustand von 1610. Wir wissen, dass das ursprüngliche Schiff in seiner fast 70jährigen Geschichte mehrmals umgebaut worden war.

Es gibt noch auch mehrere andere Gemälde von Adam Willearts und Cornelis Vroom sowie eines von einem unbekannten Maler, das bisher die einzige Darstellung vom Spiegel.

Spiegel

Es gibt auch ein Riss, der mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Schiff darstellt.

Riss

Wahrscheinlich zeichnete  auch  B.Landström sein farbiges Bild in seinem Buch – “Das Schiff” – nach dem Wrooms Gemälde.

Zeichnung von Landström

Ich habe bisher leider von der Prince Royal nur 2 Modelle gefunden.

Das erste unter dem Link: www.marinepage.de/Prince Royal.html

Modell1

Das Modell angeblich 100-150 Jahre alt. Mehrere Fotos kann man bei dem obengenannten Link ansehen.

Das Modell – sagen wir – sieht ung. ähnlich aus wie die Prince, obwohl es ziemlich unproportioniert und die Takelage mehr oder weniger eine Fantasiegebilde ist. Für mich sieht das Modell so aus, wie eine Stubenzierde, viel zu viel kann man von dem nicht erwarten.

Von dem anderen Modell befindet sich ein Foto im Buch von Bryan Lavery – Schiffe.

Modell2

Ich wollte mit dem Erbauer Kontakt aufnehmen, aber der Verlag wollte nicht seine Daten verraten. Neulich habe ich aber im Napoleon-Forum erfahren, dass es vom Modell mehrere Fotos gibt. http://www.nmm.ac.uk/collections/explore/object.cfm?ID=ZBA1462&picture=2#content

Für mich gefällt auch auf diesem Modell einiges nicht. Unter allem stört mich am Modell uch sowie bei der farbigen Zeichnung von Landström seine Farbe. Landström schreibt:

… nur die Feder und einige kleinere Details waren weiß bemalt. Alle andere Schnitzereien waren vergoldet auf grünem Grund.”

Nun, bitte schön, ich bin ofiziell grün-rot Farbenverwechsler (nicht Farbenblind!), in der Wirklichkeit aber eher grün-braun. Aber abgesehen von diesem kleinen Fehler, sehe ich die Welt trotzdem sehr bunt. Ihr sollt die Vergrößerung vom Gemälde ansehen.

Sagt mir: wo gibt ´s viel grün? Wo ist  die ganze Schiffsseite grün? Und wo sind alle Zierraten vergoldet? Wroom war Zeitgenosse und er hat das Schiff gesehen! Also?

Die Hauptmaße der Prince Royal kann man im Buch: Frank Howard – Segel – Kriegsschiffe 1400-1860 – finden, sowie hier befindet sich auch ein von W.Saliybury rekonstruierter Hauptspantschnitt.

Hauptspantschnitt von Salisbury

Diese waren die – ziemlich dürftige – Daten für die Rekonstruktion.

Ich möchte noch ein eklatantes Beispiel zeigen darauf, warum  man bei einer Rekonstruktion auf alle “Kleinigketen” aufpassen muss und keine Vorurteile haben darf!

Ein Holländer, namens Vreugdenhill beschäftigte sich teilweise mit der Prince. Das folgendes Bild zeigt sein Hauptspant an:

Hauptspant von Vreugdenhill

Wenn wir die beiden vergleichen, dann bemerken wir sehr schnell, dass Vreugdenhill  sich einfach nicht von den holländischen Schiffen befreien konnte. Typisches holländisches Merkmal sind die sehr eingezogene obere Spantseiten. Und die obere Spanthöhe ist zu klein! In diese Höhe wäre sehr schwierig 3 Kanonendecks reinzustopfen. Ich habe es ausprobiert mit dem Ergebniss, dass in diesem Fall die Höhe zw. den einzelnen Decks kaum die 170 cm erreichen würde, und davon müsste man eigentlich die Tiefe der Decksbalken  ung. 30 cm abziehen. Das würde bedeuten, dass die freie Kopfhöhe bzw. Stehhöhe 140 cm gewesen wäre. Das finde ich aber bei Schiffen dieser Zeit geradezu lächerlich.

Rekonstruktion

Für diese Rekonstruktion benutzte ich die gleiche Quellen wie be der Galeone und für den Hauptspant übernahm ich die Rekonstruktion von Saliybury, mit einigen nicht wesentlichen Änderungen von mir.

Die Zeichnungen fertige ich schon mit CAD. Zwar sind nicht alle Risse volkommen fertig, trotzdem habe ich angefangen zu bauen. Jetzt mache ich das Zeichnen und den Bau paralell.

Ich muss dazu sagen, dass diese Rekonstruktion wollte anfangs  nicht so perfekt gelingen, wie bei der Galeone und es gab einige Schwierigkeiten, woran ich nicht tiefer eingehen will. Im wesentlichen das größte Problem war, dass die bugseitige erstere Spanten viel zu “mager” geworden sind und deswegen der Bug viel zu spitz wurde, was mir aber nur dann aufgefallen ist, als ich schon das Spantengerüst fertiggebaut und den Rumpf halb beplankt  habe.  Ich dachte zuerst, dass ich einfach den Bug “aufmäste” mit mehrere Schichten aufgeklebten Leisten.  Aber weil diese “Aufmästung” in der Mitte des Bugbogen – im Draufsicht – hätte 1 cm Dicke erreicht, habe ich so entschieden – besser früher als später – dass ich ich lieber ein neues Spantengerüst baue, dringend vergessend die 160 Stunden, die ich in das erste investiert habe.

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